The National Times - Eta kämpferisch nach Debüt-Pleite: "Es geht nicht um mich"

Eta kämpferisch nach Debüt-Pleite: "Es geht nicht um mich"


Eta kämpferisch nach Debüt-Pleite: "Es geht nicht um mich"
Eta kämpferisch nach Debüt-Pleite: "Es geht nicht um mich" / Foto: © SID

Nach dem ganzen Hype richtete Marie-Louise Eta den Blick auf das Wesentliche. Ob sie ihr historisches Bundesliga-Debüt genossen habe? "Darum geht es nicht. Es geht nicht darum zu genießen. Wir wollen ein Fußballspiel gewinnen. Es ist als Trainerin immer etwas Besonderes, an der Seitenlinie zu stehen. Aber für mich ging es darum, die Jungs bestmöglich zu unterstützen", sagte die Pionierin bei Sky.

Textgröße ändern:

Was war in den vergangenen Tagen über Union Berlins Interimstrainerin, den ersten weiblichen Chefcoach in der Ligageschichte, geschrieben und gesprochen worden. Und am Samstag begrüßten sie rund 20.000 Union-Fans im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei vor dem 1:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg als "Fußballgöttin", sogar Plakate gab es vereinzelt angesichts dieses besonderen Moments. Doch Eta blendete all das bewusst aus.

"Ich war total im Fokus, weil es geht um Fußball. Es geht nicht um mich", sagte die 34-Jährige. Auch die Mannschaft fand ihren Umgang mit dem Trubel. "Das Thema wurde von außen zu groß gemacht. Natürlich ist das etwas Historisches. Loui ist unfassbar inhaltlich, empathisch", sagte Rani Khedira. Eta habe den Fokus auf den Fußball gelegt. "Sie hat sich nicht hier ins Schaufenster stellen wollen. Sie hat gesagt: Es geht um uns, um diesen Verein, um Punkte."

Kapitän Christopher Trimmel zeigte sich beeindruckt davon, wie Eta den Rummel um ihre Person wegsteckt. "Wir wussten, dass einiges auf sie zukommt. Sie hatte da natürlich das Meiste zu buckeln", sagte der Österreicher. Eta habe dies "sehr, sehr gut gemacht. Inhaltlich und menschlich top. Das hat man heute schon gesehen." Außenverteidiger Derrick Köhn erklärte derweil, das Team fühle sich "sehr wohl mit ihr. Wir haben versucht, ihr heute vor allem einen Sieg zu schenken, aber das ist leider nicht gelungen."

Auch im Spiel eins nach der Trennung von Steffen Baumgart blieb Union ohne Sieg, nur zwei der vergangenen 15 Spiele gewannen die Berliner. Vier Spieltage vor Schluss ist Relegationsrang 16 nur noch sechs Punkte entfernt. Die Leistung aus dem Wolfsburg-Spiel, das Union trotz großer Chancen verlor, stimmte Eta im Kampf um den Klassenerhalt aber optimistisch: "Ich bin absolut überzeugt, dass wir mit der Art und Weise, mit der wir aufgetreten sind, die entscheidenden Punkte holen werden."

T.Ward--TNT

Empfohlen

Eine Woche nach Triumph: Zverev dankt seinen Fans

Alexander Zverev hat sich eine Woche nach seinem Triumph bei den French Open ausführlich bei seinen Fans bedankt. "Der Support, den ich aus Deutschland bekommen habe - nicht nur die letzten zwei Wochen, sondern die letzten 15 Jahre - ist unglaublich", sagte Zverev bei einer Ehrung kurz vor dem Start des Rasenturniers in Halle/Westfalen: "Es hat mir unfassbar viel gebracht, unfassbar viel geholfen, dass ich weiß, dass zuhause wirklich alle mitfiebern."

Hukporti dritter deutscher NBA-Champion

Dirk Nowitzki 2011, im vergangenen Jahr Isaiah Hartenstein - nun Ariel Hukporti: Der 2,13-Meter-Riese aus Stralsund darf sich als dritter Deutscher NBA-Champion nennen. Auch wenn der Center in der Finalserie seiner New York Knicks gegen die San Antonio Spurs (4:1) nur sporadisch zum Einsatz kam, empfindet er enorme Genugtuung.

Irans Fußballverband dringt auf Verbot von Flaggen der Opposition in WM-Stadien

Der iranische Fußballverband hat vor dem ersten Spiel seiner Nationalmannschaft bei der Fußball-WM am Montag in Los Angeles darauf gedrungen, dass nur die offizielle iranische Flagge in den Stadien gezeigt werden dürfe. "Die Fifa ist gemäß den Protokollen verantwortlich", sagte Verbandspräsident Mehdi Tadsch der Nachrichtenagentur AFP am Samstag während des Mannschaftstrainings im mexikanischen Tijuana. Die Protokolle sähen unter anderem vor, "dass die offizielle Flagge eines Landes im Stadion gezeigt werden muss".

Fehlstart bei WM-Rückkehr: Türkei glücklos gegen Australien

Die Türkei hat bei ihrer WM-Rückkehr nach 24 Jahren Abstinenz einen krachenden Fehlstart hingelegt. Die ambitionierte Auswahl um Kapitän Hakan Calhanoglu unterlag effizienten Australiern mit 0:2 (0:1) und steht im Kampf um die K.o.-Phase bereits unter Druck. Auch der auffällige Jungstar Arda Güler konnte die dritte türkische Auftaktniederlage bei der dritten WM-Teilnahme (nach 1954 und 2002) nicht verhindern.

Textgröße ändern: