The National Times - Chancenlos im Schlaggewitter: Zverev scheitert im Halbfinale

Chancenlos im Schlaggewitter: Zverev scheitert im Halbfinale


Chancenlos im Schlaggewitter: Zverev scheitert im Halbfinale
Chancenlos im Schlaggewitter: Zverev scheitert im Halbfinale / Foto: © picture-alliance/AP/SID

Keine Titelverteidigung, kein Rekordsieg: Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in München im Halbfinale gescheitert. Der 28 Jahre alte Vorjahressieger unterlag dem überragenden Italiener Flavio Cobolli 3:6, 3:6. In seinem vierten Halbfinale in München stieß Zverev damit erstmals nicht ins Endspiel beim MTTC Iphitos vor, ihm entging damit auch die Chance, mit einem vierten Titel zum alleinigen Rekordchampion vor Philipp Kohlschreiber aufzusteigen.

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Dem Schlaggewitter von Cobolli, in der Weltrangliste auf Position 16 geführt, stand Zverev phasenweise hilflos gegenüber. Viele Bälle, die der 23 Jahre alte italienische Davis-Cup-Sieger mit voller Wucht ins Feld schlug, blieben für den Weltranglistendritten unerreichbar. Bereits nach nur 68 Minuten war das sehr einseitige Duell vorbei.

"Er ist ein wilder Spieler. Es wird eine Challenge", hatte Zverev vor dem Match über seinen Gegner gesagt - viele Chancen, zu seinem Spiel zu finden, bekam er im dritten Duell mit Cobolli nicht. Der Florentiner führte nach einem Break schnell mit 4:1 und holte sich den ersten Satz nach nur 34 Minuten. Dabei gelangen dem Italiener vor allem mit seiner Vorhand insgesamt 20 "Winner", also direkte Punkte.

Zverev konnte im ersten Durchgang nur fünf solcher Gewinnschläge verbuchen, und sollte er gehofft haben, sein Gegner werde mit zunehmender Dauer nachlassen, sah er sich getäuscht. Cobolli, im Vorjahr Sieger des Turniers in Hamburg, schlug im zweiten Satz weitere zwölf "Winner" und nahm Zverev zum 3:1 ein weiteres Mal den Aufschlag ab. Nach dem Matchball saß er weinend auf seiner Bank, weil am Vortag ein Freund von ihm gestorben war.

Am Finalsonntag ist dennoch ein deutscher Titelgewinn möglich: Jakob Schnaitter (Wasserburg/Inn) und Mark Wallner (München) stehen völlig überraschend im Endspiel des Doppel-Wettbewerbs. Im Halbfinale hatten sie Yuki Bhambri/Michael Venus (Indien/Neuseeland) besiegt, die gleich in der ersten Runde die an Nummer eins gesetzten Kevin Krawietz/Tim Pütz aus dem Turnier geworfen hatten.

In der Einzel-Weltrangliste werden Schnaitter (30) und Wallner (26), die sich über die Qualifikations ins Hauptfeld gespielt hatten, mittlerweile nicht mehr geführt, in der Doppel-Weltrangliste stehen sie immerhin gemeinsam auf Rang 47. Der Einzug ins Finale von München ist der größte Erfolg ihrer Karriere, gemeinsam haben sie bereits 83.900 Euro an Preisgeld sicher, für den Sieg gibt es 157.320 Euro. Gegner im Endspiel sind die Franzosen Theo Arribage und Albano Olivetti.

S.Collins--TNT

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