The National Times - Lehrstunde in Straßburg: Mainz verpasst Halbfinal-Einzug

Lehrstunde in Straßburg: Mainz verpasst Halbfinal-Einzug


Lehrstunde in Straßburg: Mainz verpasst Halbfinal-Einzug
Lehrstunde in Straßburg: Mainz verpasst Halbfinal-Einzug / Foto: © SID

Aus der Traum: Das Mainzer Märchen in Europa hat ein ganz bitteres Ende genommen. Das Team von Urs Fischer verlor das Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg verdient mit 0:4 (0:2) und verpasste damit trotz des 2:0-Erfolgs im Hinspiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Zum ersten Mal überhaupt hätte der FSV ein internationales Halbfinale erreichen können, in der Conference League gibt es auch bei der fünften Austragung keinen deutschen Sieger.

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Der Traum vom Endspiel in Leipzig am 27. Mai platzte nach einer desolaten Leistung jäh, stattdessen kämpfen die Franzosen am 30. April und 7. Mai um den Final-Einzug. Sebastian Nanasi (26.) und Abdoul Ouattara (35.) hatten das scheinbar beruhigende Polster aus dem Hinspiel früh egalisiert, Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) trafen die Mainzer dann bis ins Mark. Über weite Strecken offenbarte sich ein Klassenunterschied. Ohne den überragenden Keeper Daniel Batz, der sogar einen Foulelfmeter von Emegha (66.) parierte, wäre das Aus schon früher besiegelt gewesen.

Fischer hatte im "Hexenkessel" Stade de la Meinau vor einem "Feuerwerk ab der ersten Sekunde" gewarnt. Seine Spieler müssten "sehr cool und mutig" agieren, um das Halbfinale zu buchen. Diese Marschroute beherzigte sein Team vor 31.000 Zuschauern allerdings kaum, setzte vielmehr auf eine kompakte Defensive. Bei einer der wenigen schnellen offensiven Umschaltaktionen wäre Straßburgs Kapitän Ismael Doukouré nach einer Hereingabe von Paul Nebel beinahe ein Eigentor unterlaufen (6.).

Nach rund 20 Minuten erhöhte der Achte der Ligue 1 immer mehr den Druck. Erst parierte Batz einen traumhaften Seitfallzieher von Diego Moreira herausragend (25.), Sekunden später war er gegen Nanasi aus Nahdistanz machtlos. Es war das erste Gegentor nach vier weißen Westen in Serie in der Conference League. Die Rheinhessen wirkten geschockt, ließen sich nun komplett hinten einschnüren. Ouattara durfte schließlich nach Flanke von rechts völlig frei in der Mitte einköpfen.

Mainz konnte sich bei Batz bedanken, dass in der Gesamtabrechnung zur Pause noch Gleichstand war. Fischer reagierte mit der Einwechslung des lange verletzten Spielmachers Nadiem Amiri, die Partie wurde nun etwas ausgeglichener. Doch die zwingenderen Gelegenheiten hatte weiter Straßburg. Batz parierte den von Dominik Kohr verursachten Foulelfmeter noch gegen Emegha, Enciso musste nach toller Kombination dann nur noch ins leere Tor einschieben. Emegha erhöhte sogar noch per Kopf.

R.Campbell--TNT

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