The National Times - Handballer feiern Doppelsieg gegen Ägypten - Sorgen um Knorr

Handballer feiern Doppelsieg gegen Ägypten - Sorgen um Knorr


Handballer feiern Doppelsieg gegen Ägypten - Sorgen um Knorr
Handballer feiern Doppelsieg gegen Ägypten - Sorgen um Knorr / Foto: © IMAGO/SID

Zwei Spiele, zwei Siege: Deutschlands Handballer haben ihren doppelten Härtetest gegen Afrikameister Ägypten bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gewann am Sonntag 34:33 (19:13) und schürte mit dem zweiten Erfolg gegen den WM-Viertelfinalisten binnen vier Tagen Vorfreude auf die Heim-WM im kommenden Januar.

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Zum besten Torschützen avancierte Julian Köster mit sechs Treffern. Zudem riss Torhüter David Späth die 9458 Zuschauer in der ausverkauften ÖVB-Arena in Bremen mit etlichen Paraden von den Sitzen. Die deutschen EM-Silbermedaillengewinner hatten bereits das erste Duell gegen die Afrikaner am Donnerstag in Dortmund mit 41:38 für sich entschieden.

Den Grundstein für den Sieg am Sonntag legte Deutschland mit einer starken ersten Halbzeit. Mit viel Tempo und einer verbesserten Defensive um Keeper Späth warfen Kapitän Johannes Golla und Co. eine komfortable Führung heraus, die nach der Pause zwar in Gefahr geriet, aber nicht aus der Hand gegeben wurde. Sorgen bereitet allerdings das rechte Knie von Juri Knorr: Der Spielmacher musste in der zwölften Minute vom Feld und kam trotz ausgiebiger Behandlung nur noch zu einem Kurzeinsatz Anfang der zweiten Halbzeit. Auf der Bank hielt sich Knorr immer wieder das Knie.

Auf dem langen Weg zur Weltmeisterschaft im eigenen Land warten auf die DHB-Auswahl als nächster Gegner die Überflieger aus Dänemark. Die Spiele gegen den Olympiasieger und amtierenden Welt- und Europameister steigen am 15. und 17. Mai in Kopenhagen und Köln.

Bereits mit dem ersten Auftritt hatte sich Gislason zufrieden gezeigt - forderte für den zweiten Teil des Härtetests aber eine Steigerung in der Defensive. "41 Tore sind sehr gut, 38 zu kassieren, sind viel zu viel", sagte Gislason. Seine Mannschaft habe die Aufgabe, "den Abwehrteil besser zu gestalten".

Gesagt, getan: Zwar fehlte es auch der zweiten Partie an der letzten Intensität, doch Deutschland mühte sich redlich und legte in der Abwehr eine Schippe drauf. Und kamen die Ägypter dann doch mal durchs DHB-Defensivbollwerk stand da noch Späth, der mit seinen Paraden immer wieder für Begeisterung im weiten Rund sorgte.

Das DHB-Team führte von der ersten Minute an. Als Knorr nach nicht mal sechs Minuten mit seinem dritten Treffer auf 6:3 stellte (6.), herrschte in der Arena beste Feierlaune. Deutschland blieb am Drücker und ließ sich auch durch den Verletzungsschreck beim Spielmacher nicht aus dem Konzept bringen. Egal wen Gislason im ersten Abschnitt auf die Platte brachte: Es funktionierte. Fast folgerichtig erhöhte kurz vor der Pause ausgerechnet Abwehrspezialist Matthes Langhoff auf 19:13 - die erste Sechs-Tore-Führung.

"Heute läuft es echt gut, wir machen alle ein gutes Spiel und wollen genauso weitermachen", sagte Golla in der Halbzeit bei ProSieben. Aus diesem Vorhaben wurde erstmal nichts. Ägypten schloss nun konzentrierter ab und kam schnell bis auf ein Tor heran. Der in der Schlussphase für Lasse Ludwig ins Tor zurückbeorderte Späth machte am Ende aber den Unterschied.

A.Robinson--TNT

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