The National Times - Nach zwei Saisonrennen: Teamchef Wheatley verlässt Audi

Nach zwei Saisonrennen: Teamchef Wheatley verlässt Audi


Nach zwei Saisonrennen: Teamchef Wheatley verlässt Audi
Nach zwei Saisonrennen: Teamchef Wheatley verlässt Audi / Foto: © Imago/justpictures.ch/SID

Der neue Formel-1-Rennstall Audi muss bereits nach zwei Saisonrennen seinen Teamchef ersetzen. Jonathan Wheatley (58) wird die Ingolstädter "aus persönlichen Gründen" verlassen, das bestätigte Audi am Freitag. Nach übereinstimmenden Medienberichten zieht es den Briten zu Aston Martin. Die freie Position bei Audi, Team des deutschen Fahrers Nico Hülkenberg, wird nun durch Mattia Binotto abgedeckt, der weiterhin auch Leiter des Formel-1-Projekts bleibt.

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"Wir sind Jonathan Wheatley dankbar für seinen Beitrag zum Projekt in der wichtigen Phase des Einstiegs und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft", sagte Audi-CEO Gernot Döllner. Das Werksteam war zur Saison 2026 aus dem Sauber-Rennstall hervorgegangen, dort war Wheatley bereits seit April 2025 Teil einer Doppelspitze mit Binotto.

Der Italiener werde nun gemeinsam mit dem Team "den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen", sagte Döllner: "Unsere Ausrichtung bleibt unverändert: Wir konzentrieren uns mit aller Kraft darauf, ein Hochleistungsteam aufzubauen, das ab 2030 um Weltmeisterschaften in der Formel 1 fährt. Dafür werden wir unsere Organisationsstrukturen kontinuierlich weiterentwickeln, um unser gemeinsames Ziel nachhaltig zu erreichen."

Wheatleys Wechsel zu Aston Martin ist noch nicht bestätigt, scheint aber der Grund für den plötzlichen Abgang zu sein. Bei dem ambitionierten britischen Team soll er Adrian Newey entlasten. Der Stardesigner ist dort neben seiner leitenden Rolle in der Fahrzeugentwicklung auch Teamchef. Für Wheatley und Newey wäre es ein Wiedersehen: Von 2006 bis 2024 waren beide gemeinsam bei Red Bull tätig und damit an den Titelserien von Sebastian Vettel (ab 2010) und Max Verstappen (ab 2021) direkt beteiligt.

Aston Martin strebt unter der Leitung des Milliardärs Lawrence Stroll ebenfalls die Spitze an, erlebt allerdings einen ernüchternden Start in die neue Ära der Formel 1. Fernando Alonso und Lance Stroll sahen in den beiden Grand Prix in Australien und China die Zielflagge nicht, der Honda-Motor verursacht verschiedenste Probleme. Besonders gravierend: Die von der Power Unit ausgehenden Vibrationen sind für die Piloten über eine gesamte Renndistanz nicht zu ertragen.

Besser kam Audi in die erste Formel-1-Saison seiner Geschichte. Das Auto erlaubt bislang den Kampf um Punkteränge, der Emmericher Hülkenberg schaffte es allerdings noch nicht in die Top 10. Sein brasilianischer Teamkollege Gabriel Bortoleto fuhr zum Auftakt in Australien als Neunter die ersten WM-Punkte für den Rennstall ein.

T.Ward--TNT

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