The National Times - Windchaos in Oslo: Raimund tritt nicht an, Schreck bei Hoffmann

Windchaos in Oslo: Raimund tritt nicht an, Schreck bei Hoffmann


Windchaos in Oslo: Raimund tritt nicht an, Schreck bei Hoffmann
Windchaos in Oslo: Raimund tritt nicht an, Schreck bei Hoffmann / Foto: © IMAGO/SID

Olympiasieger Philipp Raimund verweigerte seinen Sprung, zuvor war Felix Hoffmann nur knapp einem Sturz entgangen: Das Skisprung-Wochenende am Holmenkollen ist mit einem Eklat zuende gegangen. Trotz gesundheitsgefährdenden Bedingungen zog die Jury einen Durchgang am windumtosten Osloer Hausberg durch und bekam im Japaner Tomofumi Naito einen Sieger. Doch die meisten Springer hatten nur Kopfschütteln für diese Entscheidung über.

Textgröße ändern:

Allerdings zog nur Raimund seine Konsequenzen: Nachdem sein Teamkollege Felix Hoffmann bei seinem Sprung von Böen durchgeschüttelt wurde und mit Mühe einen Crash verhindert hatte, packte der Oberstdorfer seine Ski und stieg in den Aufzug nach unten.

"Es war seine Entscheidung, das finde ich voll in Ordnung", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD. Bereits an den beiden Tagen zuvor hatte Raimund mit dem tückischen Berg zu kämpfen gehabt und am Samstag als 36. den zweiten Durchgang verpasst - eine Wochen nach seinem ersten Weltcupsieg in Lahti.

Hoffmann war nach seinem Beinahe-Crash sehr erleichtert: "Ich habe nicht ganz die Kontrolle, aber der Ski hat schon gemacht, was er wollte. Ich bin froh, dass ich auf beiden Füßen ausgefahren bin."

Einen irregulären Wettkampf brach die Jury erst nach dem ersten Durchgang und kurz vor dem geplanten Start der zweiten Runde ab. Außenseiter Naito lag vorne und feierte seinen ersten Weltcup-Sieg vor dem Slowenen Anze Lanisek und dem Finnen Antti Aalto. Beste Deutsche waren Karl Geiger und Andreas Wellinger auf den Plätzen elf und zwölf.

Der derzeit weltbeste Springer Domen Prevc (Slowenien), der bereits am Samstag durch eine Böe den zweiten Durchgang verpasst hatte, wurde Neunter. Andere Topleute waren völlig chancenlos: Der dreimalige Tourneesieger Ryoyu Kobayashi landete auf Platz 32. Der Schweizer Gregor Deschwanden, der am Samstag gewonnen hatte und mit 35 Jahren zum ältesten Premierensieger im Weltcup geworden war, kam auf Rang 36.

S.O'brien--TNT

Empfohlen

DFB-Team ohne Gnabry nach Griechenland

Jürgen Klopp verzichtet beim so wichtigen Rückspiel der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) gegen Griechenland auf seinen Ersatzkapitän Serge Gnabry. Der Münchner zählt nicht zum 23-köpfigen Aufgebot des Bundestrainers, das am Samstag zum Spielort Thessaloniki aufbrechen wird. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt.

Djokovic verlängert Peking-Siegesserie - nun gegen Zverev?

Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic hat sich beim ATP-Turnier in Peking ins Viertelfinale gekämpft. Mit einem 4:6, 7:6 (7:2), 6:2 gegen Lokalmatador Bu Yunchaokete hält der Weltranglistenelfte somit seine historische Serie in der chinesischen Hauptstadt von 31 Siegen in 31 Matches aufrecht - und könnte nun auf Alexander Zverev treffen.

Nach Schuldspruch: City legt Berufung im Finanzverfahren ein

Manchester City geht gegen den Schuldspruch im historischen Verfahren um schwerwiegende Finanzverstöße wie erwartet juristisch vor. Der schwer in die Bedrängnis geratene englische Spitzenklub bestätigte am Freitag, fristgerecht Berufung gegen das Urteil der unabhängigen Kommission der Premier League eingelegt zu haben.

Leclerc gewinnt zweites Training - Mercedes unauffällig

Die Formel 1 geht ohne klaren Favoriten in das Rennwochenende in Malaysia - Kimi Antonelli scheint im runderneuerten Mercedes allerdings noch nach seinem Tempo zu suchen. Der junge WM-Spitzenreiter hatte in den freien Trainings am Freitag nichts mit den Spitzenpositionen zu tun, fuhr auf die Plätze fünf und acht. Charles Leclerc im Ferrari drehte in der zweiten Session in 1:37,528 Minuten die schnellste Runde, im ersten Training war Max Verstappen (1:37,520) noch etwas schneller unterwegs gewesen und hielt damit die Tagesbestzeit.

Textgröße ändern: