The National Times - Erst Tor, dann Rot: Schalker Schock nach Dzeko-Platzverweis

Erst Tor, dann Rot: Schalker Schock nach Dzeko-Platzverweis


Erst Tor, dann Rot: Schalker Schock nach Dzeko-Platzverweis
Erst Tor, dann Rot: Schalker Schock nach Dzeko-Platzverweis / Foto: © IMAGO/SID

Edin Dzeko trifft, fliegt - und muss machtlos zusehen: Nach einem Platzverweis gegen seinen Starstürmer hat Schalke 04 wichtige Punkte im Aufstiegskampf leichtfertig verschenkt. Die Königsblauen mussten sich trotz einer 2:0-Führung im Zweitliga-Topspiel gegen Hannover 96 mit einem 2:2 (2:0) begnügen und ließen die Patzer der Verfolger damit ungenutzt.

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Zunächst war es wieder einmal Dzeko, der S04 durch sein sechstes Tor im achten Spiel auf Kurs brachte (29.). Kenan Karaman erhöhte für die deutlich überlegenen Schalker (38.). Dzeko sah dann aber die Rote Karte, nachdem er Husseyn Chakroun unbeabsichtigt mit dem Fuß auf Bauchhöhe getroffen hatte, und brachte damit unfreiwillig Spannung ins Spiel.

Torhüter Loris Karius parierte zwar zunächst einen Foulelfmeter gegen Enzo Leopold (81.). Maik Nawrocki (82.) und Benedikt Pichler (90.+8) verhinderten aber einen Riesenschritt der Schalker Richtung Bundesliga.

Der Vorsprung des Tabellenführers auf Relegationsplatz drei beträgt drei Punkte, drei Jahre nach dem Absturz starten die Knappen dennoch aus einer vielversprechenden Position in den Aufstiegsendspurt. Hannover bleibt als Tabellenfünfter in Lauerstellung.

Gute Nachrichten hatte es für die königsblauen Fans in der ausverkauften Arena vor dem Anpfiff gegeben. Dzeko, der zu Wochenbeginn mit Rückenproblemen pausiert hatte, stand wieder zur Verfügung.

Der Bosnier rückte in einer munteren Anfangsphase umgehend in den Fokus. Immer wieder suchten die Schalker ihren Topstar, der die ersten Abschlüsse aber ungenutzt ließ (10./14.). Karius, der auch mit einer Rückenverletzung ausgefallen war, rettete dafür gegen Elias Saad (22.).

Wenig später fand Karaman seinen Nebenmann mit einer flachen Hereingabe, Dzeko vollendete gnadenlos. Trainer Miron Muslic zeigte die Faust - und durfte kurz darauf erneut jubeln, als Karaman völlig frei per Kopf traf. Schalke dominierte das bis dato beste Auswärtsteam der Liga.

Es wirkte, als hätten die Ausrutscher der Konkurrenz den Königsblauen weiteren Schwung verliehen. Darmstadt 98 hatte in Magdeburg (1:1) ebenso einen Erfolg verpasst wie der SC Paderborn bei Arminia Bielefeld (2:2). Die SV Elversberg patzte dazu bei der SpVgg Greuther Fürth (0:2).

Der Platzverweis gegen Dzeko leitete die Wende in Gelsenkirchen ein. Mit verschränkten Armen verfolgte der einstige Bundesliga-Torschützenkönig, wie Nikola Katic etwas ungestüm Noel Aseko Nkili von den Beinen holte. Karius war zur Stelle, doch nach einem VAR-Check nach der folgenden Ecke zählte Nawrockis Treffer per Kopf.

Es kam für Schalke noch schlimmer. Karius unterschätzte eine Flanke und Pichler köpfte in letzter Sekunde ein. Dzeko wird Schalke zudem auf jeden Fall am Samstag beim Gipfeltreffen in Darmstadt fehlen.

D.S.Robertson--TNT

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