The National Times - Show mit getrübter Stimmung: Paralympische Winterspiele eröffnet

Show mit getrübter Stimmung: Paralympische Winterspiele eröffnet


Show mit getrübter Stimmung: Paralympische Winterspiele eröffnet
Show mit getrübter Stimmung: Paralympische Winterspiele eröffnet / Foto: © SID

Die 14. Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo sind eröffnet. Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella sprach am Freitag um 21.19 Uhr im Amphitheater von Verona die traditionelle Begrüßungsformel, angesichts der Wiederzulassung Russlands sowie Kriegshelfer Belarus und der Boykotts mehrerer Länder wie Deutschland war die Stimmung erheblich getrübt. Während der kühlen Show sprang der Funke nie über, die Veranstaltung wirkte politisch aufgeladen.

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Nur 28 der insgesamt 55 teilnehmenden Nationen waren gekommen. Sieben davon, darunter die Ukraine und die baltischen Staaten, blieben aus Protest gegen die Aufhebung der russischen und belarussischen Suspendierung der Veranstaltung fern. Andere Länder wie Deutschland begründeten ihre Entscheidung offiziell mit den weiten Wegen zwischen den Austragungsorten und Verona und den am Samstag startenden Wettbewerben.

Die Fahnen wurden zu den Klängen der italienischen EDM-Band Meduza von Volunteers in die Arena getragen. Russland war an 44. Stelle an der Reihe. Wenig später folgte entgegen des ausdrücklichen Wunsches, sie nicht ins Stadion zu bringen, auch die ukrainische Flagge. Von den Zuschauern gab es großen Applaus. Aus Platzgründen durften nur je zwei Athletinnen und Athleten und Offizielle pro Nation in Verona teilnehmen.

Die deutschen Fahnenträger, Monoskifahrerin Anna-Lena Forster und Eishockey-Routinier Jörg Wedde, waren an Position 22 während der Show in kurzen Einspielern zu sehen, die bereits am vergangenen Dienstag in den jeweiligen Austragungsorten aufgenommen worden waren. Mehrere Länder verzichteten gänzlich auf eine Videoaufnahme.

Dabei stehen die Spiele zum 50. Jubiläum der Winter-Paralympics nach der Premiere 1976 im schwedischen Örnsköldsvik im Zeichen der Rekorde. Bis zum 15. März stehen insgesamt 79 Entscheidungen in sechs Sportarten an, 611 teilnehmende Sportlerinnen und Sportler aus 55 Nationen überbieten die vorige Bestmarke von 564 Teilnehmern aus 48 Ländern von Pyeongchang 2018 deutlich.

Unter ihnen sind sechs Russen und vier Belarussen, die Wildcards erhalten haben. Iran sagte seine Teilnahme kurzfristig ab, nachdem für den einzigen Starter, Skilangläufer Aboulfazl Khatibi Mianaei, angesichts des Kriegs in Nahost keine sichere Anreise gewährleistet werden konnte. Für Deutschland sind 40 Athletinnen und Athleten sowie acht Guides am Start.

T.Bailey--TNT

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