The National Times - Ralf Schumacher: Micks USA-Wechsel "unnötig"

Ralf Schumacher: Micks USA-Wechsel "unnötig"


Ralf Schumacher: Micks USA-Wechsel "unnötig"
Ralf Schumacher: Micks USA-Wechsel "unnötig" / Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hält den Wechsel seines Neffen Mick in die IndyCar-Serie für "unnötig". "Für mich stellt sich die Nutzen-Risiko-Frage", sagte er in einer Sky-Presserunde über den Schritt des 26-Jährigen in die USA: "Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Durchschnittsgeschwindigkeiten von 360 km/h gefährlicher sind, als normale Formel-1-Rennen."

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Ohnehin hätte er Mick lieber weiter bei Alpine bei der Langstrecken-WM oder gar in der Formel 1 gesehen, aber "mit diesem Schritt ist diese Tür auch zu. Es kommen ja auch immer neue Talente nach", sagte der 50-Jährige - auch wenn sein Neffe "einen Platz in der Formel 1 verdient" hätte. "Wenn ich den einen oder anderen sehe, da ist Mick definitiv besser", sagte Schumacher über den ehemaligen Haas-Piloten. Seine Premiere in der IndyCar-Serie feiert Mick Schumacher am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) auf dem Stadtkurs von St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida.

Generell sieht der Sky-Experte derzeit wenig Perspektive für den deutschen Nachwuchs in der Motorsport-Königsklasse: "Wir werden in absehbarer Zukunft keine Formel-1-Fahrer haben, es sei denn jemand hat Geld genug und schafft es in Italien Kart zu fahren, so wie die meisten", sagte der ehemalige Williams-Pilot. Der deutsche Motorsport habe sich "selbst abgeschafft, angefangen beim Naturschutz bis hin dazu, dass wir keine Kartbahnen mehr genehmigt bekommen oder weiterbetreiben durften", so Schumacher.

Mit Nico Hülkenberg (Audi) ist aktuell nur noch ein deutscher Stammfahrer in der Königsklasse des Motorsports vertreten. Einen Grand Prix in Deutschland gab es zuletzt 2020 auf dem Nürburgring – allerdings lediglich als Corona-Ersatzveranstaltung.

M.A.Walters--TNT

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