The National Times - Pressestimmen zum Olympia-Ausschluss von Heraskewytsch

Pressestimmen zum Olympia-Ausschluss von Heraskewytsch


Pressestimmen zum Olympia-Ausschluss von Heraskewytsch
Pressestimmen zum Olympia-Ausschluss von Heraskewytsch / Foto: © SID

Der "Fall Heraskewytsch" ist der sportpolitische Skandal der Winterspiele in Mailand und Cortina - und das Internationale Olympische Komitee kommt in zahlreichen Medien nicht besonders gut weg: In Italien wirft Corriere della Sera den IOC-Funktionären "Heuchelei" vor, ähnlich sieht es der Telegraph in England.

Textgröße ändern:

Für den Guardian ist es ein PR-Desaster für das IOC auf dessen wichtigster Bühne, für die Sun die größte Herausforderung in der jungen Präsidentschaft von IOC-Chefin Kirsty Coventry. "Der Konflikt", schreibt der Standard, "hat in der höchstmöglichen Eskalationsstufe geendet."

ITALIEN

Corriere della Sera: "Er ist bewusst seinem Schicksal entgegengegangen, hat die tiefe Heuchelei der IOC-Funktionäre herausgefordert, und das tat er, weil er seine toten Kameraden nicht vergessen wollte: Oleksandr Peleschenko, Alina Perehudowa, Daria Kurdel, Andrei Kuzenko und alle anderen. Gleichzeitig ignoriert dasselbe Olympische Komitee ganz offen die russischen Flaggen, die in den Stadien wehen und die andere Athleten während der Wettkämpfe bei den Spielen tragen."

ENGLAND

The Guardian: "Heraskewytschs 'Helm des Gedenkens' sorgte bei den Olympischen Winterspielen für ein PR-Desaster beim IOC. Der Skeletonfahrer opferte seinen Traum vom Medaillengewinn und schaffte es, die Schrecken des Krieges in der Ukraine wieder auf die Tagesordnung zu setzen."

The Telegraph: "Die Heuchelei des IOC im ukrainischen Helmskandal ist empörend. Das IOC hat mit seiner unsinnigen und widersprüchlichen Haltung zu Wladyslaw Heraskewytsch erneut einen Fehler begangen."

The Sun: "Kirsty Coventry – die mächtigste Frau im Weltsport – steht vor der größten Herausforderung ihrer neunmonatigen Präsidentschaft, da sie mit den Folgen des Ausschlusses von Wladyslaw Heraskewytsch aus dem Skeleton-Wettbewerb zu kämpfen hat."

USA

New York Times: "Das Internationale Olympische Komitee hat weit mehr getan, als nur den ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch zu disqualifizieren. Es hat seinen Sport trivialisiert. Es hat seine Existenz trivialisiert."

KANADA

The Globe and Mail: "Dank des IOC wurde der Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch vom Helden zur globalen Ikone des Widerstands."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Der Streit um den Helm des ukrainischen Skeletonfahrers zeigt, wie einseitig das IOK die Neutralität interpretiert ... Das IOK kann den Helm von Heraskewytsch zwar verbieten, und es hat den Sportler dafür disqualifiziert. Es kann damit aber nicht verhindern, dass die zentrale Frage offensichtlich wird: Wessen Realität darf sichtbar sein, und wer wird höflich in die Mixed Zone verbannt?"

ÖSTERREICH

Der Standard: "Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat in der höchstmöglichen Eskalationsstufe geendet."

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Türkei: Schiedsrichter-Chef in Untersuchungshaft

Der türkische Schiedsrichter-Chef Ferhat Gündogdu ist im Rahmen einer Korruptionsermittlung von einem Gericht in Untersuchungshaft genommen worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag.

"Kalender ist bestätigt": Formel 1 will Finale in Abu Dhabi

Die Formel 1 will ihre finalen Saisonrennen trotz des Konflikts in der Region weiterhin am Persischen Golf austragen. Das bekräftigte CEO Stefano Domenicali am Samstag im Gespräch mit Sky Sport Italia. "Wie wir bereits gesagt haben, ist der Kalender bestätigt: Die letzten beiden Grands Prix werden die in Katar und Abu Dhabi sein", sagte Domenicali auf entsprechende Nachfrage: "Das ist die Richtung, die wir auf Basis der Informationen und der Zusicherungen - die wir absolut benötigen - eingeschlagen haben. Es ist die Strategie, die wir bis zum Jahresende verfolgen werden."

Antonelli gewinnt Qualifying-Generalprobe

WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli hat rechtzeitig vor dem Qualifying der Formel 1 in Malaysia sein Tempo gefunden und scheint bereit für den Angriff seines Teamkollegen George Russell. Antonelli drehte im dritten freien Training am Samstag in 1:36,302 Minuten die mit Abstand schnellste Runde, Russell lag im anderen Mercedes als Vierter sechs Zehntelsekunden zurück. Erstmals am Rennwochenende in Sepang ließ Antonelli damit den Engländer hinter sich, der durch seinen Sieg zuletzt in Baku wieder auf ein Comeback im Titelkampf hoffen darf. Sein Rückstand beträgt allerdings noch 66 WM-Punkte.

NHL: Peterka mit Siegtor, Seider mit Fehlstart

Eishockey-Nationalspieler John-Jason Peterka hat mit seinem zweiten Saisontor in der NHL im zweiten Spiel seinem neuen Trainer Marco Sturm den zweiten Sieg beschert. Der Vizeweltmeister von 2023 erzielte in der Verlängerung das 4:3 für die Boston Bruins bei den Winnipeg Jets. Dagegen erwischte Moritz Seider mit den Detroit Red Wings beim 0:2 gegen die New York Rangers einen Fehlstart.

Textgröße ändern: