The National Times - Halbfinal-Hattrick perfekt: Bayers Pokaltraum lebt

Halbfinal-Hattrick perfekt: Bayers Pokaltraum lebt


Halbfinal-Hattrick perfekt: Bayers Pokaltraum lebt
Halbfinal-Hattrick perfekt: Bayers Pokaltraum lebt / Foto: © IMAGO/HMB-Media/SID

Bayer Leverkusen hat den Halbfinal-Hattrick im DFB-Pokal perfekt gemacht und seine wohl einzig realistische Titelchance gewahrt. Der Cupsieger von 2024 gewann das Bundesliga-Duell mit dem FC St. Pauli 3:0 (1:0) und erreichte trotz eines lange dürftigen Auftritts zum dritten Mal in Folge die Runde der besten vier Klubs.

Textgröße ändern:

Martin Terrier (32.), Patrik Schick (63.) und der eingewechselte Jonas Hofmann (90.+2) trafen für die Werkself in einem Viertelfinale, dem der Vizemeister nur selten seinen Stempel aufdrückte. St. Pauli leistete starke Gegenwehr, blieb offensiv aber erneut zu ungefährlich und muss weiter auf die zweite Halbfinal-Teilnahme der Klubgeschichte nach 2006 warten.

Welche Bedeutung der Pokal für Leverkusen besitzt, stellte der Trainer klar. Seine Kinder fragten immer: "Was hast du gewonnen? Es ist wichtig, etwas zu gewinnen - und hier gibt es eine Möglichkeit", sagte Bayer-Coach Kasper Hjulmand, der Weltmeister Exequiel Palacios erstmals nach langer Verletzungspause von Beginn an aufs Feld schickte.

Dass Schick die erste Riesenchance leichtfertig vergab, dürfte dem ambitionierten Hjulmand nicht gefallen haben. St. Paulis Ben Voll, der Stammtorhüter Nikola Vasilj ersetzte, hatte sich einen fatalen Fehlpass im eigenen Strafraum geleistet, doch Schick traf freistehend aus kurzer Distanz nur Karol Mets auf der Linie (16.).

"Ärgern" und "pieksen" - so lautete die Marschroute von Präsident Oke Göttlich für die Kiezkicker. Das gelang den forschen Hamburgern zunächst, vor allem, weil es Bayer an Tempo und Schärfe mangelte. Hjulmand kurbelte mit ausschweifenden Armbewegungen immer wieder an - meist vergeblich. Als St. Pauli aber einmal nicht konsequent klärte, sorgte Terrier mit einem platzierten Volleyschuss ins Eck für die Führung der Gastgeber.

Die Hamburger, die nur eines der vergangenen 17 Ligaspiele gewannen, in der selben Zeit aber Hoffenheim und Mönchengladbach im Pokal besiegten, sahen das Duell als "willkommene Ablenkung" zum Abstiegskampf, wie Trainer Alexander Blessin betonte. Die Chance auf den Ausgleich, den sich St. Pauli durchaus verdient gehabt hätte, vergab Martijn Kaars (40.).

Der Bundesliga-17. setzte dem Champions-League-Teilnehmer auch in der zweiten Halbzeit mit einem disziplinierten Auftritt zu. Bayer, das sich im Halbfinale der Vorsaison beim damaligen Drittligisten Bielefeld blamiert hatte, tat sich schwer, erhöhte aber zu einem optimalen Zeitpunkt: Am Ende einer der wenigen gefährlichen Offensivaktionen schob Schick nach einer präzisen Flanke überlegt ein.

Joker Hofmann traf aus der Distanz den Pfosten (75.), den harmlosen Gästen fehlten in der Offensive die Mittel. Nach einem Konter besorgte Hofmann mit dem erst dritten Leverkusener Abschluss der zweiten Hälfte den Endstand.

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Havertz trifft spät: Arsenal im League-Cup-Finale

Der FC Arsenal hält sich weiter sämtliche Titelchancen offen und ist in das Finale des League Cup eingezogen. Den Stadtrivalen FC Chelsea bezwangen die Gunners, bei denen Nationalspieler und Torschütze Kai Havertz in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, im Halbfinalrückspiel mit 1:0 (0:0). Das Hinspiel an der Stamford Bridge hatte Arsenal 3:2 für sich entschieden.

Schenderlein zu WM-Boykott: "Das unterstützen wir nicht"

In der Debatte um einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) hat sich nun auch die Bundesregierung klar gegen eine solche Lösung ausgesprochen. "Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht", sagte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, der Süddeutschen Zeitung.

Ski-Star Kilde verzichtet auf Olympiastart

Der norwegische Alpin-Star Aleksander Aamodt Kilde wird nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen und beendet seine Saison vorzeitig. Wie die norwegische Olympiamannschaft drei Tage vor der Eröffnungsfeier in Mailand mitteilte, habe der frühere Gesamtweltcupsieger diese "schwierige Entscheidung" gemeinsam mit seinem Team nach dem Weltcuprennen am vergangenen Sonntag in Crans-Montana getroffen.

Trotz Kreuzbandriss: Vonn will bei Olympia starten

Speed Queen Lindsey Vonn hat bei ihrem schweren Sturz in Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten, ihren Olympia-Traum aber nicht aufgegeben. "Das Leben ist nicht perfekt", sagte die 41-Jährige am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Olympia-Ort Cortina d'Ampezzo, wo sie erstmals eine Diagnose bekannt gab und am Sonntag in ihrer Spezialdisziplin Abfahrt um Gold fahren will.

Textgröße ändern: