The National Times - "Institutioneller Rassismus" in schottischem Cricket-Verband

"Institutioneller Rassismus" in schottischem Cricket-Verband


"Institutioneller Rassismus" in schottischem Cricket-Verband
"Institutioneller Rassismus" in schottischem Cricket-Verband / Foto: © SID

Im schottischen Cricket-Verband hat es laut einer unabhängigen Untersuchung über Jahre "institutionellen Rassismus" in der Führungsetage gegeben. Wie aus dem Abschlussbericht hervorgeht, gab es insgesamt 448 Beispiele für institutionellen Rassismus innerhalb des Verbandes. Die ehemaligen Nationalspieler Majid Haq und Qasim Sheikh hatten mit ihren Anschuldigungen vor einem Jahr die Untersuchung via Sportscotland ins Rollen gebracht.

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Ihr Anwalt Aamer Anwar bezeichnete die Ergebnisse der Untersuchung als "das vernichtendste Urteil, das je über eine Sportinstitution im Vereinigten Königreich gefällt wurde". Große Teile des Vorstandes des Cricket-Verbandes traten nach Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zurück. Die unabhängige Kommission erkannte eine "Kultur von rassistisch motivierten Mikro-Aggressionen", 29 von 31 Indikatoren auf institutionellen Rassismus hätten in der Umfrage angeschlagen.

Zu den Vorwürfen gehören rassistische Beschimpfungen, die Verwendung unangemessener Sprache, die Bevorzugung weißer Kinder aus öffentlichen Schulen und das Fehlen eines transparenten Auswahlverfahrens. "Der Rassismus und die Diskriminierung, die in dem Sport, den wir alle lieben, stattgefunden haben, hätten niemals zugelassen werden dürfen oder so lange unangefochten bleiben dürfen", sagte der interimsmäßige Verbandschef Gordon Arthur.

Er könne nur "um Entschuldigung bitten". Haq und Sheikh waren nach Veröffentlichung ihrer Vorwürfe nicht mehr für das Nationalteam nominiert worden. "Wir wurden als Lügner abgestempelt", sagte Haq, umso größer sei nun die Erleichterung.

B.Scott--TNT

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