The National Times - Lipowitz: "Radsport ist nicht alles für mich"

Lipowitz: "Radsport ist nicht alles für mich"


Lipowitz: "Radsport ist nicht alles für mich"
Lipowitz: "Radsport ist nicht alles für mich" / Foto: © SID

Der deutsche Radsport-Star Florian Lipowitz zieht sich angesichts des großen Rummels nach seinem dritten Platz bei der Tour de France bewusst beizeiten aus dem sportlichen Tagesgeschäft zurück. "Der Radsport ist das eine, aber auch nicht alles für mich. Es gibt Phasen, in denen es stressig ist und sich alles darum dreht. Ich brauche aber auch Phasen, in denen der Radsport mal in den Hintergrund rückt", sagte Lipowitz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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Den größeren Druck durch die Aufmerksamkeit versuche er "auszublenden", sagte der 25-Jährige: "Man macht sich selbst ja schon Druck genug, weil man gut performen will. Deshalb versuche ich, mich davon abzuschotten und nicht so viel nachzudenken."

Lipowitz räumte zudem mit dem romantischen Idealbild des Radprofis auf. "Es hört sich immer schön an, wenn man erzählt, dass man drei Wochen auf Mallorca oder auf Teneriffa im Trainingslager ist. Aber man opfert schon viel", sagte der Rundfahr-Spezialist des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe: "Wir sind viele Tage unterwegs im Jahr. Es ist viel Zeit, die man mit der Familie und den Freunden verpasst. Deshalb kann man das auch nur machen, wenn einem das Spaß macht und das Radfahren einem auch viel wieder zurückgibt."

Dieser Spaß sei der Schlüssel für ihn. "Wir sitzen fast 1000 Stunden pro Jahr auf dem Rad. Wenn man daran keine Freude hat, macht man das nicht", sagte Lipowitz: "Aber es gibt natürlich auch Tage, wenn das Wetter schlecht ist und fünf Stunden auf dem Plan stehen, an denen es ein bisschen länger dauert, bis man aufbricht."

Lipowitz, der sich in der kommenden Saison in seinem Team gegen den belgischen Starzugang Remco Evenepoel behaupten muss, hatte sein Radsport-Jahr 2025 vorzeitig beendet - um den Kopf "einmal ganz freizubekommen", wie er damals sagte.

V.Allen--TNT

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