The National Times - Locker gegen den Lieblingsgegner: Zverev schlägt Shelton

Locker gegen den Lieblingsgegner: Zverev schlägt Shelton


Locker gegen den Lieblingsgegner: Zverev schlägt Shelton
Locker gegen den Lieblingsgegner: Zverev schlägt Shelton / Foto: © SID

Aufschlagstark, hochkonzentriert und fast fehlerfrei: Alexander Zverev hat sich nach der schmerzhaften Klatsche gegen Jannik Sinner in Paris zum Auftakt der ATP Finals eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen seinen Lieblingsgegner Ben Shelton aus den USA siegte der Weltranglistendritte in Turin mit 6:3, 7:6 (8:6) - dank einer beeindruckenden Leistung.

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Nach 1:32 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und beendete damit eine Hochgeschwindigkeitspartie. Er sammelte im richtungsweisenden ersten Match der Vorrunde jede Menge Selbstvertrauen. Im Kampf um den Halbfinaleinzug ist Zverev in der Vierergruppe, in der auch Sinner spielt, nun voll auf Kurs.

Noch acht Tage zuvor hatte der Deutsche beim Hallen-Masters in Frankreich einen bedenklichen Eindruck hinterlassen. Wohl auch aufgrund von Schmerzen im Knöchel geriet Zverev beim 0:6, 1:6 gegen den derzeitigen Weltranglistenersten fatal unter die Räder – obwohl sich seine Form in der Endphase einer komplizierten Saison voller Rückschläge zuvor eigentlich stabilisiert hatte.

Mit Shelton wartete nun auf den ersten Blick eine Art hochklassiger Aufbaugegner. Allein 2025 hatte er den Amerikaner dreimal ohne Satzverlust bezwungen. Nach einer Vorab-Zeremonie in der Turiner Arena, die sich nahe an der Grenze zur Übertreibung bewegte, begannen beide Kontrahenten hochkonzentriert beim Aufschlag. In den ersten drei Spielen landete lediglich ein einziger Return im Feld des Gegners.

Der Knöchel schien Zverev nicht zu hemmen, er machte einen fitten Eindruck - und als Shelton erstmals schwächelte, war er sofort zur Stelle. Zu Null holte sich Zverev Mitte des ersten Durchgangs ein Break. Vorentscheidend: Der einzige Spieler im Teilnehmerfeld, der das Turnier bereits zweimal gewonnen hat (2018, 2021), war auf dem Weg zum Satzgewinn nach gerade einmal 28 Minuten nicht mehr aufzuhalten.

Im zweiten Durchgang blieb es ein Match der kurzen Ballwechsel. Zverev agierte weiter mutig, er ging in den richtigen Momenten in die Offensive und produzierte kaum Fehler. Kleinigkeiten entschieden letztlich den Tiebreak, in dem Zverev mehrere Satzbälle abwehrte.

Zuvor hatte Mitfavorit Carlos Alcaraz auf der Jagd nach seinem Premierentitel beim Treffen der Jahresbesten nichts anbrennen lassen. Trotz kürzerer Schwächephasen besiegte er Außenseiter Alex de Minaur aus Australien souverän mit 7:6 (7:5), 6:2. Das deutsche Spitzen-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz hingegen steht bei seiner Mission Titelverteidigung nach der knappen Auftakt-Niederlage gegen Marcel Granollers/Horacio Zeballos (Spanien/Argentinien) bereits unter Druck.

Für Zverev geht es frühestens am Dienstag weiter. Neben einem weiteren Duell mit Sinner wartet auf den 28-Jährigen auch noch eine Partie gegen Felix Auger-Aliassime.

V.Allen--TNT

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