The National Times - Frust und freudige Aussichten: Schumacher in Spielberg

Frust und freudige Aussichten: Schumacher in Spielberg


Frust und freudige Aussichten: Schumacher in Spielberg
Frust und freudige Aussichten: Schumacher in Spielberg / Foto: © FIRO/DPPI/SID

Mick Schumacher hatte Lewis Hamilton rundenlang in Schach gehalten, den siebenmaligen Weltmeister fast in die Frustration getrieben. Am Ende war er einer der Hauptdarsteller dieses Sprints in Spielberg, doch darüber freuen wollte sich Schumacher nicht.

Textgröße ändern:

"Für mich persönlich gibt es gerade andere Dinge", sagte er vor dem Sky-Mikrofon mit grimmigem Blick. Denn er hatte Hamilton im überlegenen Mercedes ja doch noch ziehen lassen müssen - weil das Team ihn nicht ausreichend unterstützt hatte, so sah es Schumacher. Der 23-Jährige nämlich hing lange hinter seinem Stallrivalen Kevin Magnussen fest, der Kommandostand winkte ihn aber nicht vorbei.

"Ich hatte das Gefühl, dass ich schneller war", sagte Schumacher, "ich weiß nicht, warum das Team nicht das Gefühl hatte. Ich denke, dass wir dadurch Punkte verloren haben."

In der Tat war Schumacher stets nah dran an Magnussen, obwohl er sich gleichzeitig ja gegen Hamilton verteidigen musste. Erst spät fuhr der Däne eine Lücke heraus, als Schumacher dann der Windschatten fehlte, zog Hamilton vorbei. So stand Rang neun für ihn, nur für die ersten Acht gibt es Punkte im Sprint. Auch im Grand Prix am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) startet Schumacher damit als Neunter.

Teamchef Günther Steiner hatte die Situation allerdings anders gesehen. "Wir hatten es genau im Blick", sagte er, "wenn Mick schneller gewesen wäre, dann hätten wir das gesehen. Wir haben das Richtige getan." Den Geschwindigkeitsvorteil habe Schumacher "nur durch das DRS" im Windschatten von Magnussen gehabt.

Sein junger Pilot habe sich im Duell mit Hamilton "fantastisch gemacht, man hätte es nicht besser machen können", sagte Steiner: "Überhaupt so lange mit Lewis Hamilton kämpfen zu können, ist schon bemerkenswert. Dadurch konnte Kevin davonziehen und die Punkte für das Team holen."

Für Schumacher, der am vergangenen Wochenende in Silverstone seine ersten Formel-1-Punkte geholt hatte, hätte Rang acht gleich den nächsten Zähler bedeutet. Der Frust und auch die deutlichen Worte waren dann allerdings auch Ausdruck einer Entwicklung: Schumacher ist jetzt mittendrin, offensichtlich angekommen im neuen Rennwagen, in seinem Team, in der Formel 1 - und darf in dieser Form wohl häufiger um Punkte kämpfen.

A.Davey--TNT

Empfohlen

"Abschied, den er verdient": Messi noch einmal für Argentinien

Die Ära ohne Lionel Messi beginnt für Argentiniens Nationalmannschaft - mit Lionel Messi. Der achtmalige Weltfußballer erhält im anstehenden Länderspielfenster einen offiziellen Abschied, das teilte Argentiniens Verband AFA am Dienstagabend mit. Am 6. Oktober wird Messi im Test gegen Benin dabei sein, Schauplatz ist das Monumental-Stadion in Buenos Aires. In den Tagen zuvor absolviert Argentinien zudem Länderspiele gegen Bolivien (30. September in Córdoba) und gegen Burkina Faso (3. Oktober in Buenos Aires). Die drei Tests sind die ersten Länderspiele nach Messis Rücktritt aus der Nationalmannschaft Ende August.

Volleyball-EM: Deutschland unterliegt Frankreich

Die deutschen Volleyballer haben den Gruppensieg bei den Europameisterschaften verpasst. Gegen Olympiasieger Frankreich verlor das Team von Bundestrainer Massimo Botti im letzten Vorrundenspiel mit 0:3 (21:25, 17:25, 19:25), die ersten vier Spiele hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) zuvor noch allesamt für sich entschieden.

Ajax-Trainer bestätigt: ter Stegen wieder für Deutschland

Marc-André ter Stegen kehrt 15 Monate nach seinem 44. und bislang letzten Länderspiel in die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zurück. Das verriet Trainer Míchel von ter Stegens Klub Ajax Amsterdam. "Marc erholt sich von einer schweren Verletzung", begründete der Coach den Verzicht auf ter Stegen im Ligaspiel am Dienstagabend gegen Willem II Tilburg, "und nun steht eine Länderspielpause an."

Von New York nach Halle: Zverev beim Davis Cup dabei

Trotz der Strapazen auf dem Weg zu seinem Titel bei den US Open in New York hält Alexander Zverev sein Versprechen ein und schlägt für die deutsche Tennisauswahl am Wochenende im Davis Cup auf. Zwei Tage nach dem Finalsieg über den US-Amerikaner Ben Shelton beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison beendete Zverev die Spekulationen über seinen Einsatz in der Partie gegen Kroatien. In Halle/Westfalen geht es am Samstag und Sonntag um die Qualifikation für das Finalturnier der besten acht Mannschaften im November.

Textgröße ändern: