The National Times - WM-Ticket zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit: Kap Verde feiert

WM-Ticket zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit: Kap Verde feiert


WM-Ticket zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit: Kap Verde feiert
WM-Ticket zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit: Kap Verde feiert / Foto: © AFP

Als die Sensation perfekt war, kannte der Jubel im Nationalstadion von Praia keine Grenzen mehr. "Diese Menschen glücklich zu machen, ist enorm", sagte Nationaltrainer Pedro Brito nach dem 3:0 (0:0) der Kapverden gegen Eswatini, mit dem sich die kleine Inselrepublik zum ersten Mal für eine Fußball-WM qualifizierte: "Es ist ein Sieg für das gesamte kapverdische Volk und vor allem ein Sieg für diejenigen, die für unsere Unabhängigkeit gekämpft haben."

Textgröße ändern:

Der 55-Jährige ordnete den größten Erfolg der "Blauhaie", die den fünfmaligen Afrikameister Kamerun in der Qualifikation hinter sich ließen, sogleich historisch ein: "Es ist ein besonderer Moment in dieser Feier zum 50. Jubiläum unserer Unabhängigkeit."

Seit 1975 ist die frühere portugiesische Kolonie unabhängig, elf Jahre später wurde der Fußballverband in die FIFA aufgenommen. Größte sportliche Erfolge waren bisher zwei Viertelfinaleinzüge beim Afrika-Cup. Jetzt nimmt das Team, das vorwiegend aus außerhalb des Landes geborenen Spielern besteht, im kommenden Sommer beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko, erstmals an einer Weltmeisterschaft teil.

"Ich habe seit meiner Kindheit von diesem Moment geträumt. Es ist Zeit zu feiern", sagte der 39 Jahre alte Torhüter Vozinha. Und Torschütze Stopira ergänzte: "Es ist zu emotional. Ich umarme das gesamte kapverdische Volk, zu Hause und in unserer großen Diaspora."

Mit 490.000 Einwohnern sind die Kapverden der kleinste afrikanische WM-Teilnehmer der Geschichte und weltweit die Nummer zwei nach Island 2018 (330.000). Fern der neun bewohnten Inseln im Zentralatlantik leben mehr Menschen mit kapverdischen Wurzeln als in der ehemaligen portugiesischen Kolonie selbst. Auch gut die Hälfte der Nationalspieler wurde in einem anderen Land geboren, sie stehen in Irland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Slowakei, den USA, Moldau, den Niederlanden, der Türkei, Zypern oder Portugal unter Vertrag.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Medwedew schießt Fan ab: Djokovic nach Eklat im Finale

Novak Djokovic hat nach einer Disqualifikation von Gegner Daniil Medwedew seine beeindruckende Siegesserie beim ATP-Turnier in Peking fortgesetzt. Djokovic lag im zweiten Satz mit 7:5, 5:3 in Führung und bereits klar auf Finalkurs, als Medwedew für einen Eklat sorgte. Der Russe schlug frustriert einen Ball in Richtung des Publikums, traf damit einen Zuschauer im Gesicht und wurde schließlich disqualifiziert.

Trotz Leistungseinbruch: Alcaraz beendet Final-Durststrecke

Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.

Außenbandriss: Gwinn fällt mehrere Wochen aus

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft hat laut FC Bayern einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitten, wie der Double-Gewinner am Montag mitteilte.

Nach Dämpfer: Zverev fehlen weiter über 1000 Punkte auf Sinner

US-Open-Sieger Alexander Zverev hat auf der Jagd nach dem ersten Platz in der Tennis-Weltrangliste einen Dämpfer kassiert, die Erfüllung seines Traums aber noch immer vor Augen. In der aktuellen Weltrangliste vom Montag kommt Zverev auf 9720 Punkte - von Jannik Sinner (11.000 Punkte) trennen ihn damit noch 1280 Zähler. Durch das Viertelfinalaus gegen Novak Djokovic in Peking verpasste es Zverev, sich noch näher an den italienischen Branchenführer heranzupirschen.

Textgröße ändern: