The National Times - Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln

Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln


Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln
Fragwürdiger Elfmeter: Stuttgart dreht Spiel in Köln / Foto: © IMAGO/Brauer-Fotoagentur/SID

Der VfB Stuttgart hat auch dank eines höchst fragwürdigen Elfmeterpfiffs den dritten Saisonsieg eingefahren. Beim aufmüpfigen Aufsteiger 1. FC Köln musste der Pokalsieger einem frühen Rückstand hinterherlaufen, gewann durch den Elfmeter von Ermedin Demirovic (28.) und den späten Siegtreffer von Josha Vagnoman (81.) aber doch mit 2:1 (1:1).

Textgröße ändern:

Jakub Kaminski hatte die Kölner vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften Müngersdorfer Stadion früh in Führung gebracht (4.), ehe Demirovic nach einem Kontakt im Sechzehner nicht zu Boden ging - und dennoch den Elfmeterpfiff bekam. Stuttgart feierte binnen neun Tagen den dritten Pflichtspielsieg und zog mit neun Punkten in der Tabelle am FC (7) vorbei.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wechselte im Vergleich zum 2:1-Auftaktsieg in der Europa League am Donnerstagabend gegen Celta Vigo auf gleich fünf Positionen. Die Nationalspieler Maximilian Mittelstädt und Jamie Leweling bekamen zunächst eine Pause, Kapitän Atakan Karazor kehrte dafür zurück in die Startelf.

Köln musste auf den verletzten Marius Bülter (Achillessehnenentzündung) verzichten, für ihn rückte Ragnar Ache ins Sturmzentrum. Nach zwei Auswärtsspielen in Serie sei es natürlich wieder "ein Vorteil, daheim vor 50.000 positiv verrückten Menschen zu spielen", sagte Kwasniok, der erneut im schwarzen Ausweichtrikot coachte, vor dem erst zweiten Heimspiel der Saison.

Einen Tag nach der Mitgliederversammlung erwischten die Gastgeber vor den Augen des neu gewählten Präsidiums um Präsident Jörn Stobbe den deutlich besseren Start. Ache bekam in der Mitte zu viel Platz, Kaminski musste den Steckpass nur noch an Nübel vorbeischieben. Ache hätte nachlegen können, seinen Heber über Nübel hinweg klärte Luca Jaquez so gerade eben vor der Linie (7.).

Erstmals gefährlich auf der anderen Seite wurde es nach einer Ecke, den artistischen Fallrückzieher von Tiago Tomás lenkte Schwäbe über die Latte (17.). Schwäbe war es auch, der sich im Spielaufbau den Ball zu weit vorlegte und Demirovic mit seiner Grätsche leicht an der Hacke traf. Der Stuttgarter Stürmer blieb jedoch auf den Beinen und spielte weiter, es gab keinerlei Proteste, Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied nach VAR-Hinweis und minutenlanger Überprüfung dennoch auf Elfmeter.

"Wenn ich jetzt sage, was ich denke, dann wird es schwierig", sagte Kölns Co-Trainer Frank Kaspari in der Pause bei DAZN: "Wir müssen das jetzt akzeptieren."

Nach der Aufregung übernahm Stuttgart das Spielgeschehen, Köln hatte in Person von Sebastian Sebulonsen jedoch vor der Pause die beste Gelegenheit auf die erneute Führung (45.+1). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier. Tomás scheiterte per Hacke (52.) und am Pfosten (70.), bei Köln sorgte vor allem der eingewechselte Said El Mala für viel Betrieb. Stuttgarts Mittelstädt klärte einen Kopfball auf der Linie (78.), dann schlug Vagnoman zu.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Bundesliga verliert fünften Champions-League-Platz außer Sicht

Die Aussichten der Bundesliga auf einen fünften Teilnehmer in der kommenden Champions-League-Saison haben sich nach den Achtelfinals der drei Europacup-Wettbewerbe weiter verdüstert. In der für das Rennen um die beiden Zusatzplätze in der Königsklasse maßgeblichen Saisonwertung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat sich Deutschlands Rückstand auf den Ranglistenzweiten Spanien durch die Niederlagen von Bayer Leverkusen und des VfB Stuttgart gegenüber der Vorwoche mehr als verdreifacht.

Snooker: O'Sullivan knackt Rekord für höchstes Break

Snooker-Rekordweltmeister Ronnie O'Sullivan hat die Bestmarke für das höchste Break der Geschichte geknackt. "The Rocket" sorgte im Eröffnungsframe im Viertelfinale der World Open gegen den Waliser Ryan Day mit einer Punktzahl von 153 für ungläubiges Staunen unter den Zuschauern im chinesischen Yushan. Den bisherigen Rekord auf Profi-Niveau hatte der Schotte Jamie Burnett 2004 mit einer 148 erzielt.

NBA: Schröder erreicht Postseason - Meilenstein für James

Der deutsche Basketballstar Dennis Schröder hat mit den Cleveland Cavaliers das Ticket für die Postseason der NBA gelöst. Der Welt- und Europameister gewann mit dem Team aus Ohio bei den Chicago Bulls mit 115:110, damit sicherten die Cavs ihren Platz unter den besten zehn Mannschaften der Eastern Conference und stehen mindestens sicher in den Playin-Spielen. Aktuell liegt Cleveland mit 42:27 Siegen auf Platz vier und hat gute Chancen, direkt die Playoffs zu erreichen.

NHL: Reichel trifft bei seinem Boston-Debüt

Traum-Debüt für Lukas Reichel: Der Nationalspieler hat bei seinem Einstand für die Boston Bruins von Cheftrainer Marco Sturm gleich getroffen. Zudem steuerte der Angreifer, der am 6. März von den Vancouver Canucks nach Boston gewechselt war, beim 6:1 gegen die Winnipeg Jets einen Assist bei.

Textgröße ändern: