The National Times - Olympiasiegerin Lin nimmt nicht an Box-WM teil

Olympiasiegerin Lin nimmt nicht an Box-WM teil


Olympiasiegerin Lin nimmt nicht an Box-WM teil
Olympiasiegerin Lin nimmt nicht an Box-WM teil / Foto: © SID

Die taiwanesische Box-Olympiasiegerin Lin Yuting wird nicht an den Weltmeisterschaften in Liverpool teilnehmen. Das teilte der taiwanische Verband der Nachrichtenagentur AFP mit. Erst vor wenigen Tagen war bekannt gegeben worden, dass die 29-Jährige sich dem von World Boxing geforderten Geschlechtertest für die WM-Teilnahme unterzieht - im Gegensatz zu Imane Khelif, mit der sie bei den Olympischen Spielen in Paris im Mittelpunkt einer Geschlechterdebatte gestanden hatte.

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Zwar habe der Verband die Ergebnisse des Geschlechtstest an World Boxing übermittelt, wie die taiwanesische Central News Agency berichtete, aber noch keine Antwort erhalten. "Wir können der Athletin nicht erlauben, ohne jegliche Garantie nach Großbritannien zu reisen", teilte der Verband nun mit, weitere Gründe wurden nicht genannt. Lins Trainer Tseng reagierte auf Anfragen der Nachrichtenagentur nicht.

Lin und Khelif waren vom mittlerweile suspendierten Verband IBA bei der WM 2023 ausgeschlossen worden, weil sie angeblich einen Testosteron-Test nicht bestanden hatten. In Paris durften sie jedoch starten, weil für das IOC allein das Geschlecht im Pass ausschlaggebend war. Wie Lin gewann auch Khelif in ihrer Gewichtsklasse - begleitet von Angriffen und einer Desinformationskampagne konservativer Kreise, die sie als "Mann, der gegen Frauen kämpft", darstellte - die Goldmedaille.

Der neue Amateur-Weltverband World Boxing, der in Liverpool (4. bis 14. September) erstmals eine WM ausrichtet und auch die Olympischen Spiele in Los Angeles 2028 organisiert, besteht auf die Geschlechtstests.

Anders als Lin wählte Khelif den Schritt vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS und forderte eine Aufhebung des Entscheids, im Südwesten Englands werden nun aber beide nicht starten. Den bereits am 5. August gestellten Antrag auf eine Aussetzung des geforderten Geschlechtstests bis zur Verhandlung des Falls lehnte der CAS ab.

A.M.James--TNT

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