The National Times - Versuchte Spielmanipulation: Antwerpen für ein Jahr gesperrt

Versuchte Spielmanipulation: Antwerpen für ein Jahr gesperrt


Versuchte Spielmanipulation: Antwerpen für ein Jahr gesperrt
Versuchte Spielmanipulation: Antwerpen für ein Jahr gesperrt / Foto: © IMAGO/osnapix/SID

Trainer Marco Antwerpen ist wegen versuchter Spielmanipulation für zwölf Monate gesperrt worden. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach einer mündlichen Verhandlung am Donnerstag. Der 53-Jährige, der bis zur Sommerpause den Drittligisten VfL Osnabrück betreute, darf ein Jahr lang nicht als Trainer arbeiten, sein früherer Assistent Frank Döpper wurde für drei Monate gesperrt.

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Das DFB-Sportgericht sah es als erwiesen an, dass Antwerpen und Döpper im Vorfeld des Endspiels um den NFV-Pokal am 24. Mai zwischen Osnabrück und dem TuS Blau-Weiß Lohne versucht hatten, einen von Osnabrück an Lohne verliehenen Spieler davon abzuhalten, in dem Spiel aufzulaufen. Einer DFB-Mitteilung zufolge hätte das Trainerduo ein weiteres Staffmitglied aufgefordert, mit dem Spieler in Kontakt zu treten und ihm zu vermitteln, dass es mit Blick auf dessen Rückkehr nach Osnabrück besser sei, wenn er nicht spiele.

Bei der Partie stand mit Bernd Riesselmann ein Leihspieler der Osnabrücker im Kader des Gegners. Dass sich der damalige Lohner Theo Janotta dem VfL zur neuen Saison anschließen wird, stand seinerzeit bereits fest. Beide Spieler erzielten im Finale jeweils ein Tor.

"Das Gericht hält den Hauptbelastungszeugen für glaubwürdig und seine Aussagen für glaubhaft", sagte Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts: "Bei der Strafzumessung hatten wir das Ausmaß der individuellen Schuld zu berücksichtigen, hier gehen wir davon aus, dass die Vorgänge maßgeblich von Herrn Antwerpen initiiert wurden." Gegen das Urteil ist binnen einer Woche Berufung zum DFB-Bundesgericht möglich.

Antwerpen und Döpper waren eine Woche nach dem NFV-Pokalfinale entlassen worden, obwohl sie den VfL dank einer starken Rückrunde zum Klassenerhalt in der dritten Liga geführt hatten - konkrete Gründe für die Trennung nannte der Verein damals nicht.

G.Waters--TNT

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