The National Times - Rassismus im DFB-Pokal: Collina lobt Schiris

Rassismus im DFB-Pokal: Collina lobt Schiris


Rassismus im DFB-Pokal: Collina lobt Schiris
Rassismus im DFB-Pokal: Collina lobt Schiris / Foto: © SID

FIFA-Schiedsrichterboss Pierluigi Collina hat die deutschen Unparteiischen Max Burda (Berlin) und Cristian Ballweg (Zwingenberg) für ihr Verhalten bei den Rassismus-Vorfällen im DFB-Pokal gelobt. Laut des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des Weltverbands den beiden Referees in einem persönlichen Schreiben seine "Anerkennung und Dankbarkeit für herausragendes Engagement" übermittelt.

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Die erste Pokalrunde war von rassistischen Entgleisungen in Leipzig und Potsdam überschattet worden. Betroffen waren Profis der Traditionsklubs Schalke 04 und 1. FC Kaiserslautern. Burda pfiff das Spiel zwischen Lok Leipzig und Schalke (0:1 n.V.), Ballweg war bei der Partie RSV Eintracht gegen den FCK (0:7) im Einsatz. In beiden Begegnungen aktivierten die Schiedsrichter die erste Stufe des Drei-Stufen-Plans bei diskriminierenden Vorfällen: Sie unterbrachen das Spiel, veranlassten eine Stadiondurchsage und unterstützten die angegriffenen Spieler.

Dieses Vorgehen bezeichnete Collina in seinem Brief als vorbildlich. "Mit eurem ruhigen, entschlossenen und prinzipientreuen Handeln nach den rassistischen Beleidigungen habt ihr eine klare und deutliche Botschaft gesendet: Diskriminierung und Hass haben im Fußball absolut keinen Platz", schrieb der Italiener laut DFB: "Ihr habt ein wichtiges Beispiel für Schiedsrichter auf der ganzen Welt gegeben und einen wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Kampf des Fußballs gegen Rassismus geleistet."

Der deutsche Schirichef sieht das ähnlich. "Das Lob von Pierluigi Collina und der FIFA für Max Burda und Cristian Ballweg ist sehr verdient", sagte Knut Kircher: "Mit ihrer besonnenen, offenen und brückenbauenden Art und Weise haben die beiden Schiedsrichter ihren positiven Anteil dazu beigetragen, die bestürzenden Vorfälle in Leipzig und Potsdam im Sinne der Betroffenen und im Sinne des Fußballs zu managen."

Im Nachgang der beiden Spiele wurden durch den DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen eingeleitet.

Q.Marshall--TNT

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