The National Times - Nächstes Drama: Englands Comeback-Queens im EM-Finale

Nächstes Drama: Englands Comeback-Queens im EM-Finale


Nächstes Drama: Englands Comeback-Queens im EM-Finale
Nächstes Drama: Englands Comeback-Queens im EM-Finale / Foto: © SID

"Lionesses" als Comeback-Queens ins Finale: Die englische Frauen-Nationalmannschaft ist nach einem dramatischen Halbfinalerfolg gegen Italien nur noch einen Sieg von der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in der Schweiz entfernt. Trotz langen Rückstands sicherte sich das Team von Sarina Wiegman mit 2:1 (1:1, 0:1) nach Verlängerung noch sein Ticket für das Endspiel am Sonntag in Basel - und ist damit möglicher Gegner der deutschen Frauen.

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Barbara Bonansea ließ den Außenseiter Italien mit ihrem Treffer (33.) lange vom dritten Endspieleinzug nach 1993 und 1997 träumen. Der Last-Minute-Ausgleich von Michelle Agyemang (90.+6) brachte England doch noch in die Verlängerung, in der die besseren Nerven und der Siegtreffer von Chloe Kelly (119.) per Elfmeternachschuss den Ausschlag gaben. Kelly hatte schon 2022 im Endspiel gegen Deutschland das entscheidende Tor erzielt.

Damit peilen die Engländerinnen nach den Endspielteilnahmen 1984 und 2009 sowie dem Titel 2022 erneut den großen Coup an. Ob es wie vor drei Jahren gegen die DFB-Auswahl oder wie vor zwei Jahren im WM-Finale gegen Spanien geht, entscheidet sich am Mittwochabend (21.00 Uhr/ARD und DAZN).

Das Team England war leicht favorisiert in die Partie gegangen. Wiegman konnte auf Kapitänin Leah Williamson setzen, die beim Viertelfinale-Krimi gegen Schweden in der Verlängerung eine Knöchelverletzung erlitten hatte.

Jess Carter, die Verlobte der deutschen Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger, fehlte dagegen in der ersten Elf. Carter hatte sich zuletzt offen gegen rassistische Attacken im Turnierverlauf gewehrt und viel Unterstützung erhalten. Als Zeichen der Solidarität standen die Ersatzspielerinnen bis zum Anpfiff Arm in Arm am Spielfeldrand.

Von der Bank aus sahen sie danach einen engagierten Start ihrer Mannschaft. Die Engländerinnen setzten sich zu Beginn in der gegnerischen Hälfte fest. Auch Girelli, die spätestens seit dem Viertelfinal-Coup gegen Norwegen mit ihrem Doppelpack zum Gesicht ihrer Mannschaft geworden war, half in der Defensive mit.

"Wir müssen wirklich dran glauben", hatte die 35-Jährige vor der ersten EM-Halbfinalteilnahme Italiens seit 28 Jahren gesagt, die für sie in der zweiten Halbzeit mit einem Griff an den linken Oberschenkel endete. Nach einem Warnschuss von Alessio Russo (20.) aus der Drehung hatte sich zuvor die Elf von Trainer Andrea Soncin in der ersten Hälfte immer mehr freigeschwommen und sich die Halbzeitführung verdient.

England kam wütend aus der Kabine und mehrfach in gute Abschlusspositionen - zunächst ohne Erfolg. Italien beschränkte sich weitgehend aufs Verteidigen und hielt die Null bis in die Schlussphase. Emma Severini (88.) verpasste aus kurzer Distanz die Entscheidung, dann kam England zurück. Agyemang (116.) traf die Latte - dann wurde es dramatisch.

W.Phillips--TNT

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