The National Times - "Etwas merkwürdig": Turins denkwürdiger Besuch bei Trump

"Etwas merkwürdig": Turins denkwürdiger Besuch bei Trump


"Etwas merkwürdig": Turins denkwürdiger Besuch bei Trump
"Etwas merkwürdig": Turins denkwürdiger Besuch bei Trump / Foto: © SID

Die 90 Minuten auf dem Feld waren schnell abgehakt für Juventus Turin - die 16 Minuten bei Donald Trump allerdings hinterließen wohl einen bleibenden Eindruck. Eine Delegation des italienischen Rekordmeisters war vor dem lockeren Auftaktsieg gegen Al-Ain (5:0) bei der Klub-WM zu Gast im Oval Office, ausgewählte Profis standen hinter Trumps Schreibtisch, während der US-Präsident im Presse-Briefing des Weißen Hauses über Weltpolitisches sprach.

Textgröße ändern:

"Es war ehrlich gesagt überraschend", meinte Turins US-Nationalspieler Timothy Weah später: "Sie sagten uns, dass wir dorthin gehen müssen, ich hatte keine Wahl. Es war etwas merkwürdig. Als er anfing, über politische Fragen in Bezug auf den Iran und solche Dinge zu sprechen - ich will ja einfach nur Fußball spielen."

Trump sprach unter anderem über einen möglichen Angriff auf den Iran und auch über die von seiner Regierung verordneten Einreisebeschränkungen. Die Spieler des italienischen Spitzenklubs, darunter der frühere Schalker Weston McKennie, wurden von Trump zudem gefragt, ob sie glauben, dass es eine Frau in Turins erste Mannschaft schaffen könnte. Trump schien damit seine Haltung gegen Transgender-Athleten verdeutlichen zu wollen. Die Fußballprofis blieben stumm, Generaldirektor Damien Comolli antwortete schließlich, der Verein habe eine "sehr gute Frauenmannschaft". Trump entgegnete: "Aber sie sollten mit Frauen spielen." Darauf antwortete Comolli nicht mehr.

Auch die beiden US-Profis, McKennie und Weah, sprach Trump direkt an, wünschte ihnen viel Erfolg und schüttelte ihnen die Hand. McKennie hatte während Trumps erster Amtszeit öffentlich Kritik an dessen Politik geübt. "Ich denke nicht, dass Trump der Richtige für den Job des Präsidenten ist", sagte er im Jahr 2020 der Sport Bild: "Zu dieser Aussage stehe ich. Ich glaube, dass er nicht versteht, welche Verantwortung er gegenüber dem gesamten Land hat. In meinen Augen kann man ihn als rassistisch bezeichnen."

Auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Al-Ain äußerte sich auch Juventus-Trainer Igor Tudor noch knapp zum Besuch im Oval Office. "Man geht nicht jeden Tag ins Weiße Haus, deshalb war es eine große Freude, dort zu sein", sagte er.

Ebenfalls in der Nacht auf Donnerstag gewann zudem RB Salzburg mit 2:1 (1:0) gegen CF Pachuca aus Mexiko. Für den Siegtreffer sorgte der frühere Mainzer Karim Onisiwo. Die Partie war wegen Gewitters lange unterbrochen.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Nur noch Platz 13: DFB-Team rutscht weiter ab

Der deutsche Fußball durchlebt eine schwierige Phase, und das schlägt sich immer deutlicher auch in den Zahlen nieder. In der aktuellen Weltrangliste der FIFA ist die inzwischen von Hoffnungsträger Jürgen Klopp betreute Nationalmannschaft weiter abgerutscht. Von Rang zwölf, den das Team im Anschluss an die verkorkste Weltmeisterschaft innegehabt hatte, ging es nun runter auf Position 13.

DFB-Newcomerin Baum: "Kindheitstraum in Erfüllung gegangen"

Ihr traumhafter Aufstieg in den vergangenen Monaten hat Newcomerin Lisa Baum in Windeseile bis ins Fußball-Nationalteam geführt. "Mein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen", sagte die 19-Jährige bei ihrer ersten DFB-Medienrunde am Mittwoch: "Über meine erste Nominierung habe ich mich sehr, sehr gefreut."

"Wertschätzung unfassbar groß": BVB vor Verlängerung mit Kovac

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Niko Kovac in Kürze verlängern. "Die Wertschätzung für Niko Kovac ist unfassbar groß. Es handelt sich nur um eine Frage der Zeit, das liegt auf der Hand", sagte der neue Klubchef Carsten Cramer dem SID. Einen genauen Zeitraum für Unterschrift und Verkündung nannte er nicht.

Kovac-Kritik an langer Pause - Schlotterbeck fraglich

Trainer Niko Kovac von Borussia Dortmund sieht die lange Länderspielpause mit bis zu vier Einsätzen für seine vielen Nationalspieler äußerst kritisch. "Von Klubseite aus ist das total inakzeptabel. Es geht nicht nur um Kranke und Verletzte - sondern wir haben auch zweieinhalb Wochen gar keinen Rhythmus", sagte Kovac am Mittwoch vor dem Freitagabendspiel gegen Werder Bremen (20.30 Uhr/Sky).

Textgröße ändern: