The National Times - Verstappen-Wunder bleibt aus: Piastri siegt in Dschidda

Verstappen-Wunder bleibt aus: Piastri siegt in Dschidda


Verstappen-Wunder bleibt aus: Piastri siegt in Dschidda
Verstappen-Wunder bleibt aus: Piastri siegt in Dschidda / Foto: © SID

Oscar Piastri hat mit einer abgebrühten Vorstellung beim Großen Preis von Saudi-Arabien triumphiert und zum ersten Mal in seiner Karriere die Führung in der Formel-1-Weltmeisterschaft übernommen. Der Australier nutzte auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke am Roten Meer eine Zeitstrafe gegen Max Verstappen gnadenlos aus und verwies den Niederländer auf Platz zwei. Auch im teaminternen Duell mit dem bisherigen WM-Leader Lando Norris setzte er mit dem fünften Grand-Prix-Sieg seiner Karriere ein starkes Statement. Über Rang drei durfte sich Ferrari-Pilot Charles Leclerc freuen. Es ist das erste Grand-Prix-Podium für die Scuderia in dieser Saison.

Textgröße ändern:

Während auf der einen Seite der McLaren-Garage ausgelassen gefeiert werden durfte, war Norris der Verlierer des Tages. Nach seinem Unfall im Qualifying ging er nur von Rang zehn in den fünften Grand Prix des Jahres. Das Podium blieb ihm trotz einer ordentlichen Vorstellung verwehrt: Für ihn reichte es nur zu Rang vier, weshalb er im Gesamtklassement zwischen Piastri und Titelverteidiger Verstappen rutschte.

Die Mercedes-Silberpfeile George Russell und Kimi Antonelli fuhren als Fünfter und Sechster ins Ziel. Rekordweltmeister Lewis Hamilton im zweiten Ferrari wurde nur Siebter.

Der Emmericher Nico Hülkenberg musste derweil seine vierte Nullnummer in Folge verkraften, von Startplatz 18 aus ging für den Sauber-Piloten nicht viel. Sein Bolide war erneut kein Punktegarant, der 37-Jährige beendete das Rennen auf Rang 15.

"Ich denke, es wird auf jeden Fall ein harter Kampf werden", hatte Verstappen im Vorfeld gesagt. Ein hartes Duell musste der 27-Jährige auch schon wenige Sekunden nach dem Start führen. Seite an Seite donnerten Verstappen und Piastri auf die erste Kurve zu. Dort war aber nicht genug Platz für beide Boliden, der Red-Bull-Star kürzte ab und blieb vorne. Wenige Kurven später crashten Verstappens Teamkollege Yuki Tsunoda und Pierre Gasly im Alpine.

Das Safety Car kam auf die Strecke, umgehend funkte Piastri: "Er muss mir die Position zurückgeben, er hätte die Kurve nie gekriegt". Verstappen hielt dagegen: "Er hat mich von der Strecke gedrängt". Trotzdem bekam er eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt.

Den Restart legte Verstappen cleverer hin und baute vorerst eine Lücke zu Piastri auf. Je länger das Rennen lief, desto mehr wurde deutlich, dass der Red Bull auf freier Bahn gut auf der Strecke liegt. Piastri bekam Schwierigkeiten und verlor langsam aber sicher Zeit auf den Führenden. Russell musste als vorläufiger Dritter ganz abreißen lassen. Dahinter kämpfte sich Norris weiter durch das enge Mittelfeld auf Rang fünf vor.

Piastri ging in Runde 20 als erster der Spitzenfahrer an die Box. Verstappen wurde derweil von seinem Renningenieur Gianpiero Lambiase angefeuert: "Gib alles, was du hast", funkte er und rief seinen Schützling zwei Runden später als den McLaren-Konkurrenten zum Reifenwechsel. Wegen des Absitzens der Zeitstrafe zog Piastri nun vorbei. Leclerc übernahm vor Norris vorübergehend die Führung.

Als auch sie ihre Stopps absolviert hatten setzte sich Piastri mit etwas über vier Sekunden Vorsprung wieder an die Spitze. Dort konnte er ohne Luftverwirbelungen durch ein vorausfahrendes Auto optimales Reifenmanagement betreiben.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Judoka Scoccimarro gewinnt WM-Bronze

Judoka Giovanna Scoccimarro hat dem deutschen Team bei den Weltmeisterschaften in Baku/Aserbaidschan die erste Medaille beschert. Die 28-Jährige aus Niedersachsen gewann das kleine Finale in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen die Brasilianerin Nauana Silva und sicherte sich Bronze. Nach WM-Silber 2023 in Doha ist es der größte Erfolg in ihrer Karriere.

Medien: Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr offenbar für eine vierte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie unter anderem die Sportschau am Donnerstag berichtete, habe der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stelle.

Rückkehr nach Afrika: Formel 1 vor Premiere in Ruanda

Die Formel 1 steht offenbar vor ihrer Premiere in Ruanda. Das teilten Quellen aus der nationalen Regierung und beim Automobil-Weltverband FIA am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Für die Motorsport-Königsklasse wäre es eine Rückkehr nach Afrika, zuletzt hatte die Formel 1 1993 im südafrikanischen Kyalami Halt gemacht.

Eisschnelllauf-Streit: Sonnekalb droht mit Abwanderung

Das deutsche Eisschnelllauf-Talent Finn Sonnekalb droht im Streit um den Erhalt oder die Schließung des Bundesstützpunktes Erfurt konkreter denn je mit Abwanderung ins Ausland. "Ich habe Angebote aus den USA und Holland. Ich habe Gespräche gehabt, ich bin im Austausch", sagte der 19-Jährige der ARD-Sportschau. "Es gibt Leute, die wollen mich haben, und wenn die mich hier nicht haben wollen, dann kann ich's nicht ändern."

Textgröße ändern: