The National Times - Musiala erleidet Muskelbündelriss

Musiala erleidet Muskelbündelriss


Musiala erleidet Muskelbündelriss
Musiala erleidet Muskelbündelriss / Foto: © AFP

Nächste bittere Nachricht für den FC Bayern: Der verletzungsgeplagte deutsche Fußball-Rekordmeister muss in den entscheidenden Wochen und voraussichtlich sogar bis Saisonende auf Jamal Musiala verzichten. Der 22-Jährige hat sich im Derby beim FC Augsburg (3:1) einen Muskelbündelriss im linken, hinteren Oberschenkel zugezogen und fällt "vorerst" aus, wie sein Klub bekannt gab.

Textgröße ändern:

Eine solche Verletzung hat eine Ausfallzeit von sechs bis acht Wochen zur Folge. Dass Musiala in dieser Spielzeit noch einmal in Bundesliga oder Champions League aufläuft, ist kaum zu erwarten.

In achteinhalb Wochen bestreitet die Nationalmannschaft das Final Four der Nations League mit dem Halbfinale in München gegen Portugal am 4. Juni. Nach einem möglichen Finale am 8. Juni ebenfalls in der Allianz Arena stünde die Klub-WM ab 13. Juni in den USA auf dem Programm.

Für die Bayern ist Musialas Ausfall ein schwerer Schlag bei der Titeljagd. Am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) kommt es im Viertelfinale der Champions League zum Hinspiel gegen Inter Mailand, am 31. Mai steigt das "Finale dahoam" in München.

Vor dem Rückspiel in Italien am 16. April gastiert Borussia Dortmund im Bundesliga-Klassiker in München. Weitere Kontrahenten im Meisterkampf sind Heidenheim, Mainz, Leipzig, Gladbach und Hoffenheim.

Musiala hatte in Augsburg zunächst zum Ausgleich getroffen (42.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb er dann auf dem Rasen sitzen und hielt sich den Oberschenkel. Nach kurzer Behandlung ging er von zwei Betreuern gestützt vom Platz.

"Ich möchte nicht jammern", sagte Trainer Vincent Kompany, Sportvorstand Max Eberl betonte: "Jetzt müssen die anderen in die Bresche springen. Wir wissen, dass wir auch ohne Jamal gewinnen können."

Musiala ist schon der sechste prominente Ausfall für Inter. Die Bayern müssen auch auf Kapitän Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Alphonso Davies, Hiroki Ito und Aleksandar Pavlovic verzichten. Kingsley Coman, der in Augsburg ebenfalls gefehlt hatte, sollte wieder dabei sein.

L.Graham--TNT

Empfohlen

Medien: Möglicher Infantino-Kontrahent tritt nicht an

Den Gegnern von Gianni Infantino gehen offenbar die Optionen für einen starken Kontrahenten bei der FIFA-Präsidentschaftswahl aus. Wie zunächst der Guardian und später die BBC und ESPN unter Berufung auf eigene Quellen berichteten, will der Kanadier Victor Montagliani für eine weitere vierjährige Amtszeit an der Spitze des Fußballverbandes für Nord- und Mittelamerika und die Karibik (CONCACAF) kandidieren und von einer FIFA-Kandidatur absehen.

Gidsel-Rekord: Füchse feiern zweiten Champions-League-Sieg

Welthandballer Mathias Gidsel hat die Füchse Berlin mit einer überragenden Rekordshow quasi im Alleingang zum nächsten Sieg in der Champions League geworfen. Der furiose Däne steuerte am dritten Spieltag in der Königsklasse fantastische 17 Tore zum 40:32 (20:17)-Erfolg seiner Mannschaft gegen den portugiesischen FC Porto bei, für das Team von Trainer Nicolej Krickau ist es der zweite Sieg im laufenden Wettbewerb.

DESG-Zwist: Erfurter Sportler unterschreiben "unter Protest"

Die Eisschnellläuferinnen und Eisschnellläufer am Bundesstützpunkt Erfurt haben die umstrittene Athletenvereinbarung der Deutschen Eisschnelllauf und Shorttrack Gemeinschaft (DESG) "ausdrücklich unter Protest" unterschrieben. Das Vertrauen in das DESG-Präsidium bleibe ungeachtet dessen "erheblich beschädigt", teilten die Athletinnen und Athleten um Hendrik Dombek und Toptalent Finn Sonnekalb in einer Stellungnahme am Donnerstagabend mit. Um 20 Uhr war die Frist der DESG abgelaufen.

Maradona-Prozess: Anklage fordert bis zu zwölf Jahre Haft

Im Prozess um den Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft Haftstrafen für mehrere damals beteiligte medizinische Fachkräfte gefordert. Dabei sprach sich die Anklage am Donnerstag im Gericht in San Isidro bei Buenos Aires für Freiheitsstrafen von vier bis zwölf Jahren für sechs der Angeklagten aus. So habe laut Staatsanwaltschaft eine "chaotische Organisation" zu einer "Situation der Vernachlässigung" Maradonas geführt, der "seinem Schicksal überlassen" worden sei.

Textgröße ändern: