The National Times - Nach Abstieg: Wirtz tritt als DEG-Geschäftsführer zurück

Nach Abstieg: Wirtz tritt als DEG-Geschäftsführer zurück


Nach Abstieg: Wirtz tritt als DEG-Geschäftsführer zurück
Nach Abstieg: Wirtz tritt als DEG-Geschäftsführer zurück / Foto: © www.imago-images.de/SID

Der sportliche Abstieg der Düsseldorfer EG aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat erste Konsequenzen. Mitgesellschafter Harald Wirtz erklärte am Montag seinen sofortigen Rücktritt als Geschäftsführer. "Trotz der kaufmännischen Erfolge, die wir in den vergangenen Jahren erzielt haben, muss ich mich der Realität des sportlichen Abstiegs stellen", sagte Wirtz, der zuletzt heftig kritisiert worden war.

Textgröße ändern:

"Es ist uns in den zurückliegenden fünf Jahren gelungen, auf vielen Ebenen Fehler zu korrigieren und enorme Herausforderungen zu meistern. Ein Sportverein definiert sich jedoch nicht über wirtschaftlichen, sondern in erster Linie über den sportlichen Erfolg. Und somit trage ich als Geschäftsführer auch die Verantwortung für den möglichen sportlichen Abstieg", sagte Wirtz weiter: "Die DEG benötigt einen Neuanfang, sowohl in der Geschäftsführung als auch in der strategischen Ausrichtung. Ich bin überzeugt, dass frische Impulse und ein neuer Führungsansatz notwendig sind, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern."

Der achtmalige Meister hatte am vergangenen Freitag trotz des 3:0-Sieges zum Hauptrundenabschluss gegen die Grizzlys Wolfsburg den Klassenerhalt verpasst. Es droht der Gang in die DEL2, sollte einer der fünf aufstiegsberechtigten Klubs Zweitligameister werden.

Wirtz, der 12,5 Prozent der Anteile hält, will aber weiter Gesellschafter bleiben. Er war unter anderem in die Kritik geraten, weil er wenige Tage vor dem Abstieg noch erklärt hatte, dass man sich mit diesem Fall überhaupt noch nicht beschäftigt habe. Aktuell steht kein einziger Spieler unter Vertrag, die Sponsorenverträge gelten nur für die DEL. Wie viel Geld für den Kader zur Verfügung steht, ist ebenso ungewiss wie die Kosten für die Arena in der zweiten Liga.

Torhüter Henrik Haukeland hatte direkt nach dem Abstieg Wirtz und die anderen Gesellschafter heftigst kritisiert, weil sie vor der Saison plötzlich eine Unterfinanzierung ausgemacht hatten und Manager Niki Mondt nur ein Rumpfteam zusammenstellen konnte. Erst im Laufe der Spielzeit hatte ein Mitgesellschafter Geld für Verstärkungen nachgeschossen. "Wenn man kein Geld hat, wenn man kein professionelles Sportteam haben will, dann sollte man kein Gesellschafter sein", hatte Haukeland gesagt.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Nach Blitz-Gegentor: Bayern patzt beim FCA

Der FC Bayern hat nach einem haarsträubenden Patzer von Manuel Neuer und dem schnellsten Gegentor der Bundesliga-Geschichte einen Dämpfer hinnehmen müssen und den Sprung an die Spitze verpasst: Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany kam zum Start in einen heißen Herbst im bayerisch-schwäbischen Derby beim FC Augsburg nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und konnte das Remis von Borussia Dortmund nicht ausnutzen.

Inklusive Andrich-Hammer: Leverkusen holt ersten Auswärtssieg

Dank eines Blitzstarts und viel Offensivpower hat Bayer Leverkusen in der Fußball-Bundesliga den ersten Auswärtssieg der Saison eingefahren. Beim FSV Mainz 05 behielt die Werkself in einem wilden Spiel mit 4:3 (2:2) die Oberhand. Trotz erneuter Schwierigkeiten spielt Bayer mit dem neuen Trainer Carles Martínez früh um die Champions-League-Plätze, ausgerechnet Robert Andrich brachte das Team früh auf Kurs.

Historisches Solo: Seixas triumphiert in der Lombardei

Wunderkind Paul Seixas ist bei der 120. Ausgabe der legendären Lombardei-Rundfahrt mit dem ersten großen Sieg seiner Karriere in die Geschichtsbücher des Radsports gestürmt. In Abwesenheit des verletzten Dauersiegers Tadej Pogacar triumphierte der Franzose als Solist, mit 20 Jahren und 16 Tagen ist Seixas der jüngste Gewinner des fünften und letzten Monuments des Jahres.

Perfektes Wochenende fortgesetzt: Verstappen auf der Pole

Red-Bull-Star Max Verstappen hat sein perfektes Wochenende in Singapur fortgesetzt und sich erstmals die Pole Position für das Nachtrennen gesichert. Der viermalige Formel-1-Weltmeister, der zuvor bereits den verregneten letzten Sprint des Jahres gewonnen hatte, drehte bei trockenen Bedingungen in 1:31,373 Minuten die beste Rundenzeit. Verstappen greift nun am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/Sky) nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg in Singapur.

Textgröße ändern: