The National Times - Verteilungskampf: Bosse bemühen sich um Schlichtung

Verteilungskampf: Bosse bemühen sich um Schlichtung


Verteilungskampf: Bosse bemühen sich um Schlichtung
Verteilungskampf: Bosse bemühen sich um Schlichtung / Foto: © SID

Die Spitzen der Klubs und der Deutschen Fußball Liga (DFL) bemühen sich um eine Schlichtung des zuletzt offen ausgetragenen Streits um die Verteilung der Mediengelder. "Wir haben die vielfältigen Perspektiven im Kreis der 36 offen und vertrauensvoll ausgetauscht. Das hat uns als Liga weitergebracht", sagte DFL-Präsidiumssprecher Hans-Joachim Watzke nach der außerordentlichen Versammlung der Profivereine am Donnerstag in Frankfurt/Main: "Wir nehmen als Präsidium ein hilfreiches Meinungsbild mit in unsere weiteren Beratungen."

Textgröße ändern:

Konkret wurde der Ligaverband nach der Zusammenkunft vor dem Neujahrsempfang, die aus Teilnehmerkreisen vielsagend als "harmonisch-kontrovers" bezeichnet wurde, allerdings nicht. "Unter anderem ging es dabei um den Vorschlag aus den Reihen der Klubs, die die Mitgliederversammlung beantragt hatten, künftig die Einnahmen aus der zentralen Vermarktung der internationalen TV-Rechte nach demselben Schlüssel zu verteilen wie jene der nationalen TV-Rechte", hieß es von der DFL.

Die Versammlung unter dem Motto "Diskussion und Beschlussfassung über empfehlende Leitplanken für die Verteilungsdebatte" war vor allem von den Zweitligisten forciert worden. Damit sollte Druck auf die Entscheider gemacht werden. Schließlich haben die Vereine keine Entscheidungsbefugnis über die rund 1,1 Milliarden Euro, die es ab der kommenden Spielzeit pro Saison für die deutschsprachigen Medienrechte gibt (plus die etwa 250 Millionen aus der Auslandsvermarktung).

Den Verteilerschlüssel bestimmt laut Satzung das neunköpfige DFL-Präsidium um Watzke. Das Gremium will sich am Freitag beraten. Eine Entscheidung soll noch im Januar fallen, bis zur Lizenzierung im März muss das Gremium für Planungssicherheit sorgen.

Der Versuch der Einflussnahme durch die Vereine läuft seit Wochen auf Hochtouren, nahezu alle Klubs haben sich mit Einlassungen in Stellung gebracht. Klare Fraktionen sind entstanden, der sich alle im Recht und mit den klar besseren Argumenten auf ihrer Seite sehen - das seit Jahren bekannte Spiel nach dem Verkauf der Medienrechte.

Derzeit werden die Gelder im Verhältnis 80:20 zwischen der Bundesliga und der 2. Liga aufgeteilt. Die Hälfte des Geldes geht als Sockelbetrag zu einem gleichen Teil an jeden Klub. 43 Prozent werden über die Leistung verteilt, vier Prozent macht die Säule "Nachwuchs" aus, drei Prozent die Sparte "Interesse".

E.Reid--TNT

Empfohlen

Sieg in Liverpool: City trotzt Anfeindungen

Buhrufe, Spott und Beschimpfungen: Manchester City hat im ersten Spiel nach dem Bekanntwerden des beispiellosen Finanzskandals den erwartet aufgebrachten Empfang beim FC Liverpool erhalten - den herausfordernden Umständen aber getrotzt. Die Skyblues, die von der Premier League in den meisten Anklagepunkten schuldig gesprochen wurden, siegten in Überzahl mit 3:0 (0:0) bei den Reds um Nationalspieler Florian Wirtz und verteidigten die Tabellenführung erfolgreich.

In Unterzahl: Freiburg springt an die Tabellenspitze

Der SC Freiburg hat seinen starken Saisonstart in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und die Tabellenführung übernommen. Der Europa-League-Finalist der Vorsaison schlug den FC Schalke 04 trotz Unterzahl in der Schlussphase mit 2:1 (1:1) und verdrängte Borussia Dortmund von der Spitzenposition.

Porsche-Pilot Preining zum zweiten Mal DTM-Champion

Nervenstark zum Titel: Der Österreicher Thomas Preining hat sich zum zweiten Mal nach 2023 die Meisterschaft in der DTM gesichert. Beim Finale in Hockenheim genügte dem Porsche-Fahrer der dritte Platz, um zu triumphieren. Preinings Rivale Maro Engel gewann im Mercedes zwar das letzte Saisonrennen, musste sich aber am Ende mit der Vizemeisterschaft trösten. Für Marco Wittmann, ebenfalls mit Titelchancen nach Hockenheim gereist, reichte es zum dritten Platz in der Gesamtwertung.

El Mala entscheidet Rheinderby: Blessin-Debüt misslingt

Neu-Nationalspieler Said El Mala hat Alexander Blessin den Einstand bei Borussia Mönchengladbach versaut. Im 101. Rheinischen Derby der Fußball-Bundesliga verlor die Borussia das erste Spiel unter dem neuen Trainer 1:2 (1:1) beim 1. FC Köln, die sportliche Krise am Niederrhein verschärft sich. Punktlos bleiben die Fohlen Liga-Schlusslicht.

Textgröße ändern: