The National Times - Keine Einzelfälle: Alt fordert "Erneuerung" im Turnen

Keine Einzelfälle: Alt fordert "Erneuerung" im Turnen


Keine Einzelfälle: Alt fordert "Erneuerung" im Turnen
Keine Einzelfälle: Alt fordert "Erneuerung" im Turnen / Foto: © SID

Die ehemalige Spitzenturnerin Tabea Alt hofft darauf, dass ihre öffentlich gemachten Missbrauchsvorwürfe für nachhaltige Veränderungen im deutschen Turnen sorgen. Die angekündigte Aufarbeitung durch den Deutschen Turnerbund (DTB) sei "ein Schritt in die richtige Richtung" und ein "Zeichen, dass man die Vorwürde ernst nimmt", sagte Alt im Interview mit den Nachrichtenmagazin Spiegel.

Textgröße ändern:

Die 24-Jährige hatte kurz nach Weihnachten in einem ausführlichen Statement auf Instagram von schweren Missständen am Bundesstützpunkt in Stuttgart berichtet. Essstörungen, Straftraining, Schmerzmittel, Drohungen und Demütigungen seien dort zu ihrer aktiven Zeit an der Tagesordnung gewesen, schrieb die WM-Bronzemedaillengewinnerin von 2017 und Olympiateilnehmerin von 2016 etwa. Es folgten zahlreiche weitere, ähnlichlautende Vorwürfe teils ehemaliger deutscher Spitzenturnerinnen.

Als erste Reaktion auf die scharfe Kritik wurden in Stuttgart zwei Trainer vorläufig freigestellt, der DTB kündigte einen Aufarbeitungsprozess an. Im Spiegel forderte Alt nun eine "Erneuerung" im System Frauenturnen. Denn das Vorfälle wie in Stuttgart oder am Bundesstützpunkt in Chemnitz, wo Athletinnen Ende 2020 Vorwürfe der psychischen Gewalt geäußert hatten, Einzelfälle seien, sei "kaum vorstellbar". Es brauche ein Konzept, "in dem Eltern, Athleten, Ärzte und Trainer auf einer Ebene reden und handeln".

Zudem bekräftigte Alt ihre Kritik: "Viele Turnerinnen, auch ich selbst, mussten uns im Laufe unserer Karriere Beleidigungen und Aussagen über unser Gewicht anhören: Man sei zu pummelig, man sei zu dick", sagte sie etwa. Dass ihre Äußerungen eine derartige Welle auslösten, habe sie "total überrascht". Es habe vorher "keinen Austausch, keinen Kontakt" mit anderen betroffenen Turnerinnen gegeben", sagte Alt. "Es hat wahrscheinlich in allen gebrodelt."

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Bills gewinnen wilden Schlagabtausch bei den Rams

Dank eines Field Goals von Tyler Bass in der Verlängerung haben die Buffalo Bills einen wilden Schlagabtausch bei den Los Angeles Rams für sich entschieden. Beim 37:34 holte das Team von Quarterback Josh Allen seinen vierten Sieg im fünften Spiel dieser NFL-Saison. In der Overtime blockten die Bills zunächst einen Field-Goal-Versuch von Rams-Kicker Harrison Mevis und punkteten beim dann folgenden Angriff entscheidend.

Stützle trifft und legt auf: Ottawa schlägt die Devils

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle ist in noch jungen NHL-Saison weiter in Topform. Beim 4:1 seiner Ottawa Senators bei den New Jersey Devils erzielte der Stürmer einen Treffer selbst und legte einen weiteren auf. Mit nun fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen zählt Ottawa zu den Spitzenteams in der Eastern Conference.

FC Bayern: "Jonas muss nicht werden wie Manu"

Der FC Bayern sieht sich mit seinem Torwart-Modell um die Nummer eins Manuel Neuer und dessen Stellvertreter Jonas Urbig voll "im Plan". Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe sich sehr "bewusst" für die Arbeitsteilung zwischen dem Routinier und seinem designierten Erben entschieden, sagte Trainer Vincent Kompany vor dem Champions-League-Spiel bei Viking Stavanger (21.00 Uhr/Prime Video).

Neuer angeschlagen: Bayern in Stavanger mit Urbig im Tor

Der FC Bayern tritt im Champions-League-Spiel beim norwegischen Fußball-Meister Viking Stavanger mit Jonas Urbig anstelle des angeschlagenen Manuel Neuer im Tor an. Das bestätigte Trainer Vincent Kompany nach der Ankunft im Spielort am Montagabend.

Textgröße ändern: