The National Times - BVB-Wiedersehen mit Madrid ist "keine Rache" für Wembley

BVB-Wiedersehen mit Madrid ist "keine Rache" für Wembley


BVB-Wiedersehen mit Madrid ist "keine Rache" für Wembley
BVB-Wiedersehen mit Madrid ist "keine Rache" für Wembley / Foto: © IMAGO/UWE KRAFT/SID

Es ist das Wiedersehen nach 143 Tagen, doch an eine Revanche für das verlorene Champions-League-Finale denkt bei Borussia Dortmund niemand. "Es sind zwei unterschiedliche Spiele, man kann nicht von Rache sprechen", sagte Offensivspieler Julian Brandt vor dem Duell am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) in Madrid. Das Endspiel von Wembley ging mit 2:0 an die Königlichen, und "Vergangenes sollte auch Vergangenes bleiben", betonte Brandt.

Textgröße ändern:

Trainer Nuri Sahin pflichtete bei. Es gebe diesmal keinen Pokal zu holen, es sei ein ganz anderes Gefühl rund um dieses Spiel, dessen Stellwert der Ex-Profi trotzdem nicht schmälern wollte. Die Herausforderung der brillanten Einzelspieler Kylian Mbappe, Vinicius Junior und Co. will Sahin "im Kollektiv lösen".

Der BVB wolle "mutig sein, wir haben allen Grund dazu in diesem Wettbewerb", so Sahin: "Wir wollen hoffentlich dort anknüpfen, wo wir aufgehört haben." Nämlich an das fulminante 7:1 gegen Celtic Glasgow vor drei Wochen, wenngleich Madrid wohl eine deutlich härtere Aufgabe sein wird. "Nur Mentalität wird nicht reichen", sagte Sahin: "Aber ohne Mentalität werden wir absolut keine Chance haben."

Die richtige Herangehensweise ist der Schlüssel zum Erfolg, mutmaßte auch Brandt: "Wir sind gut eingestellt, und das unabhängig von dem Spiel im Juni. Ich mache mir keine Gedanken, habe Vertrauen in die Jungs und den Trainer."

Er selbst hat im Bernabeu noch nicht gespielt, die Dimensionen des riesigen Stadions seien beeindruckend, gab Brandt zu: "Ich glaube schon, dass hier Stimmung aufkommen kann, wenn man sie lässt." Daher sei es die Aufgabe des BVB, "zu gucken, das Stadion etwas ruhiger zu kriegen und das Spiel zu kontrollieren."

Real habe eine "riesige Fanmasse", die mitunter aber "auch einen gewissen Anspruch" habe. "In den Phasen, in denen es vielleicht nicht so läuft, müssen wir unsere Akzente setzen", forderte Brandt: "Wir müssen die Stimmung killen, aber das ist nicht einfach."

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Rüdiger trifft spät: Real dreht Spiel in Rom

Dank eines ganz späten Treffers von Antonio Rüdiger hat Real Madrid auch sein zweites Champions-League-Spiel gewonnen. Der Rekordsieger erkämpfte sich ein 4:3 (1:1) bei der AS Rom und steht bei nun sechs Punkten aus den ersten beiden Partien.

Guardiola schaut zu: PSG schockt ManCity

Manchester City hat im ersten Champions-League-Spiel seit dem Schuldspruch im beispiellosen Finanzskandals ein Debakel erlebt. Der englische Spitzenklub unterlag im eigenen Stadion dem Titelverteidiger Paris Saint-Germain mit 2:4 (0:2) und war weitgehend chancenlos. Auf der Tribüne verfolgte ManCitys Ex-Coach Pep Guardiola die deutliche Niederlage.

Undav trifft: VfB mit Traumstart in der Königsklasse

Der VfB Stuttgart hat einen Traumstart in die Champions League hingelegt. Die ambitionierten Schwaben gewannen auch das zweite Spiel der Ligaphase bei Slovan Bratislava verdient mit 3:0 (1:0) und brachten sich für einen heißen Herbst in der Königsklasse in eine starke Position.

Pleite im Eiswind: BVB vermasselt den Kunstrasentest

Im Eiswind von Nord-Norwegen ist ein schauerlich schwaches Borussia Dortmund beim Kunstrasen-Test glatt durchgefallen. Der lange vollkommen enttäuschende BVB verlor beim letztjährigen Sensationsteam FK Bodö/Glimt verdient mit 0:1 (0:0) und leistete sich im Rennen ums Champions-League-Achtelfinale einen ersten schmerzhaften Fehltritt. Ihre strapaziöse Serie von drei Auswärtsspielen in sieben Tagen mit 11.000 Flugkilometern setzen die Dortmunder am Samstag in der Bundesliga bei Union Berlin fort.

Textgröße ändern: