The National Times - Sechs Männer müssen wegen versuchter Erpressung von Fußballer Paul Pogba vor Gericht

Sechs Männer müssen wegen versuchter Erpressung von Fußballer Paul Pogba vor Gericht


Sechs Männer müssen wegen versuchter Erpressung von Fußballer Paul Pogba vor Gericht
Sechs Männer müssen wegen versuchter Erpressung von Fußballer Paul Pogba vor Gericht / Foto: © AFP/Archiv

In einer Erpressungsaffäre um Fußball-Weltmeister Paul Pogba hat die französische Justiz ein Strafverfahren gegen dessen Bruder Mathias und fünf alte Bekannte der beiden angestrengt. Zwei Ermittlungsrichter entschieden am Dienstag nach zweijährigen Untersuchungen, die sechs Männer vor Gericht zu stellen. Die Angeklagten sollen versucht haben, 13 Millionen Euro von dem Fußballer zu erpressen.

Textgröße ändern:

Dazu sollen fünf der Verdächtigen Pogba im März 2022 zeitweise gegen seinen Willen festgehalten haben. "Dies war kein freundschaftliches Treffen, sondern es handelte sich um einen Verstoß gegen das Strafrecht", betonten die Ermittler. Nach Erkenntnissen der Ermittler ließ Paul Pogba den fünf Verdächtigen insgesamt 250.000 Euros zukommen. Die fünf Männer, teils alte Schulfreunde, teils Bekannte aus dem Pariser Vorort Roissy-sur-Brie, müssen sich wegen Erpressung und Freiheitsberaubung verantworten. Pogbas Bruder wird versuchte Erpressung vorgeworfen.

Der Streit zwischen den beiden Pogba-Brüdern hatte 2022 öffentliches Aufsehen erregt. Mathias hatte damals ein Video veröffentlicht, in dem er seinen Bruder beschuldigte, einen afrikanischen Wunderheiler bezahlt zu haben, damit sein Konkurrent Kylian Mbappé Unheil erleide.

Die Familie Pogba stammt aus dem westafrikanischen Guinea, für dessen Nationalmannschaft Mathias mehrere Jahre spielte. Sein jüngerer Bruder spielt seit 2013 für die französische Nationalmeisterschaft, 2018 wurde er mit ihr Weltmeister. Nach sechs Jahren bei Manchester United kehrte er im Sommer zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin zurück. Wegen Dopings ist er seit September 2023 für vier Jahre mit einer Trainings- und Spielsperre belegt.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

FIFA-Sitzung: Infantino-Entschuldigung, aber offene Fragen

FIFA-Chef Gianni Infantino hat bei der mit Spannung erwarteten Council-Sitzung des Fußball-Weltverbandes um Entschuldigung gebeten, aber wichtige Fragen offengelassen. "Wir haben sehr viele kritische Fragen gestellt, befriedigende Antworten hat es aus meiner Sicht nicht gegeben", sagte DFB-Chef Bernd Neuendorf nach dem rund dreistündigen Treffen am Donnerstag.

Achillessehnenriss: Ski-Star Kilde wieder schwer verletzt

Der norwegische Alpin-Superstar Aleksander Aamodt Kilde hat sich erneut schwer verletzt. Wie der norwegische Skiverband am Donnerstag mitteilte, war der 34 Jahre alte Speed-Spezialist am Mittwoch während eines Abfahrtstrainings in Chile gestürzt und erlitt einen Riss der Achillessehne. Der Verband machte keine Angaben zur Dauer seiner Ausfallzeit, der Winter 2026/27 könnte für Kilde allerdings schon vorbei sein, bevor er begonnen hat.

Bahnrad-WM: Frauen-Vierer gewinnt Bronze

Der deutsche Frauen-Vierer hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai Bronze gewonnen und damit für die dritte Medaille des deutschen Teams gesorgt. Im kleinen Finale setzten sich die die Tokio-Olympiasiegerinnen Franziska Brauße, Lisa Klein und Mieke Kröger sowie Messane Bräutigam in 4:10,554 Minuten gegen die Niederlande (4:10,803) durch.

Bahnrad-WM: Dörnbach gewinnt überraschend Keirin-Silber

Maximilian Dörnbach hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai überraschend die Silbermedaille im Keirin gewonnen. Der 30-Jährige aus Heiligenstadt musste sich am Donnerstag im Finale nur dem niederländischen Topstar Harrie Lavreysen geschlagen geben und sicherte sich seine erste WM-Medaille überhaupt. Für die deutsche Mannschaft war es nach Bronze für die Teamsprinterinnen die zweite Medaille in China.

Textgröße ändern: