The National Times - Nach DFB-Rücktritt: Neuer veröffentlicht emotionalen Brief

Nach DFB-Rücktritt: Neuer veröffentlicht emotionalen Brief


Nach DFB-Rücktritt: Neuer veröffentlicht emotionalen Brief
Nach DFB-Rücktritt: Neuer veröffentlicht emotionalen Brief / Foto: © SID

In einem langen Abschiedsbrief hat Manuel Neuer nach dem Rücktritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Einblicke in seine Gefühlswelt gegeben. "Ich möchte euch erklären, was Deutschland für mich bedeutet. Was Fußball für mich bedeutet", schreibt der langjährige Nationaltorhüter in seinem Beitrag beim Portal "The Players' Tribune".

Textgröße ändern:

Seine am Mittwoch verkündete Entscheidung sei "schwierig" gewesen, denn: "Ich war hin- und hergerissen zwischen meinem Kopf und meinem Herzen." Der Weltmeister von 2014 blickt zurück auf die Zeit nach seinem Ski-Unfall, sein Comeback und die Heim-EM. Die Nominierung für die EURO sei "einer der stolzesten Erfolge meines Lebens" gewesen, erklärte der 38-Jährige. "Ein kleines Wunder."

Nach dem Turnier habe der "emotionale Teil" Neuers im DFB-Team weitermachen wollen - dann aber für den kompletten Zyklus bis zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. 40 Jahre wäre Neuer dann alt: "Im Moment fühle ich mich in meinem Körper sehr gut, aber niemand kann in die Zukunft schauen."

In Gesprächen mit Familie und Freunden sei Neuer, der im März erstmals Vater geworden ist, klar geworden: "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt." Später solle sein Sohn über Neuers Vermächtnis zu hören bekommen, "dass ich ohne Angst gespielt und meinen Mitspielern geholfen habe, jeden Tag besser zu werden."

Nun will Neuer sich auf seine Aufgaben mit dem FC Bayern konzentrieren. Er spüre noch immer "diese kindliche Leidenschaft für Fußball. Wenn ich in 20 Metern Entfernung einen Ball auf dem Rasen liegen sehe, muss ich hinlaufen und etwas damit machen." Erst wenn diese Begeisterung nachlasse, "weiß ich, dass es Zeit ist, aufzuhören."

S.Clarke--TNT

Empfohlen

Mit Traumtoren zum Start: Freiburg mit Pflichtsieg

Die Europa-Spezialisten des SC Freiburg haben auf ihrer Titelmission in der Conference League gleich eine Duftmarke hinterlassen, mussten in der Schlussphase aber etwas zittern. Das Team von Julian Schuster bezwang den tschechischen Außenseiter FK Jablonec nach drückender Überlegenheit mit 3:2 (1:1) und erfüllte damit seine Pflichtaufgabe. Der personell runderneuerte Bundesliga-Tabellenführer machte sich mit einer mangelhaften Chancenverwertung das Leben aber selbst schwer.

Nübel gewinnt Torhüter-Duell - TSG-Krise verschärft sich

Alexander Nübel hat das deutsche Torhüter-Duell in der Europa League für sich entschieden und Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim mit Schlussmann Oliver Baumann noch tiefer in die Krise gestürzt. Die Kraichgauer verloren am 2. Spieltag der Europa League gegen Besiktas Istanbul mit 2:3 (0:0) und kassierten die zweite Niederlage im Wettbewerb.

Handball: Füchse erreichen Zwischenziel in Porto

Die Füchse Berlin haben auch ohne eine weitere Rekordgala von Welthandballer Mathias Gidsel den nächsten Erfolg in der Champions League gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau gewann am Donnerstagabend zum Rückrundenauftakt in der Gruppe A ihr Auswärtsspiel beim FC Porto mit 36:33 (19:18) und schaffte den vorzeitigen Einzug in die Hauptrunde.

Bayer schlägt Posen: Schick bleibt im Hexenkessel eiskalt

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Dank Patrik Schicks Nervenstärke vom Elfmeterpunkt hat Bayer Leverkusen den Härtetest im Hexenkessel von Lech Posen bestanden. Die Werkself gewann am zweiten Spieltag der Europa League souverän mit 4:0 (3:0) beim polnischen Meister und tankte Selbstvertrauen für das Bundesliga-Topspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellenführer SC Freiburg.

Textgröße ändern: