The National Times - "Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt": Erinnerungen an München '72

"Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt": Erinnerungen an München '72


"Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt": Erinnerungen an München '72
"Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt": Erinnerungen an München '72 / Foto: © SID

Es waren die "heiteren Spiele", die ewig mit dem Terror in Verbindung stehen. Vor 50 Jahren kam die Jugend der Welt in München zusammen, um sich friedlich im Wettkampf zu messen, ehe ein Attentat auf israelische Sportler die olympische Bewegung aus ihrem Sommertraum riss. Im Deutschen Sport und Olympia Museum in Köln erinnerten sich einige der Heldinnen und Helden der Vergangenheit an das Weltereignis 1972.

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Darunter waren Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth, der Silber-Schwimmer Klaus Steinbach und Heide Ecker-Rosendahl, mit zwei Gold- und einer Silbermedaille in der Leichtathletik das bundesdeutsche Gesicht der Spiele.

"Das Attentat hat uns alle belastet und belastet noch heute unsere Erinnerungen", sagte Steinbach, damals 18 Jahre alt und später Spitzenfunktionär im deutschen Sport. "Für mich war es wie: Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt", erzählte Nasse-Meyfarth, die mit 16 Jahren völlig überraschend Gold gewonnen hatte und einen Tag später mit der "Angst" vor den Terroristen im Olympischen Dorf erwachte.

Noch heute ist der legendäre Satz des damaligen IOC-Präsidenten Avery Brundage - "The Games must go on!" (Die Spiele müssen fortgesetzt werden) - für Ecker-Rosendahl die einzig richtige Reaktion gewesen: "Wir durften uns nicht kleinkriegen lassen, es war wichtig, dass die Spiele weitergegangen sind." Für sie mit einem goldenen Ende: Nach dem Triumph im Weitsprung und der knappen Niederlage im Fünfkampf führte sie die 4x100-m-Staffel zum Sieg.

Die Veranstaltung im Museum im Kölner Zollhafen unter dem Titel "50 Jahre München '72 - Eine Reminiszenz aus der Sicht von Nordrhein-Westfalen", ausgerichtet vom Land, dem Landessportbund und der Sportstiftung NRW, war der Auftakt zu einer Reihe von Events im Jubiläumsjahr 2022. Am 26. August 1972 waren die 20. Sommerspiele eröffnet worden, das Attentat der palästinensischen Terroristen am 5. September prägt bis heute die Sicht auf das erste Weltereignis auf deutschem Boden nach dem Zweiten Weltkrieg.

N.Johns--TNT

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