The National Times - Copa: Brasiliens Sturmstars versagen bei Nullnummer

Copa: Brasiliens Sturmstars versagen bei Nullnummer


Copa: Brasiliens Sturmstars versagen bei Nullnummer
Copa: Brasiliens Sturmstars versagen bei Nullnummer / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID

Selbst Superstar Neymar als Tribünengast konnte seinen Augen nicht trauen: Südamerikas Fußball-Gigant Brasilien vergab beim 0:0 gegen Costa Rica Chance um Chance und startete mit einer Enttäuschung in die Copa America in den USA. Kolumbien wurde dagegen seiner Favoritenrolle gerecht und schraubte durch ein 2:1 (2:0) gegen Paraguay seine Serie von ungeschlagenen Spielen seit Februar 2022 auf nun 24 (19 Siege, fünf Remis).

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Gegen super defensiv agierende Ticos kam die Selecao zu 19 Abschlüssen, doch weder die beiden Champions-League-Sieger Vinicius Junior und Rodrygo noch das spät eingewechselte Supertalent Endrick, in der kommenden Saison Teamkollege des Duos bei Real Madrid, brachten den Ball im Tor unter. Ein Treffer von Marquinhos (30.) wurde um Millimeter wegen Abseits aberkannt, ein Schuss von Lucas Paqueta knallte an den Pfosten (63.).

Brasiliens Abwehrchef Marquinhos fand nach der Partie vor 67.158 Zuschauern im SoFi Stadium von Los Angeles eine kuriose Ausrede für die Torflaute. "Das Spielfeld ist kleiner und erschwert das Offensivspiel", erklärte der 30-Jährige. Bei der Copa America werden die Spiele mehrheitlich in NFL-Stadien gespielt, deren Rasenflächen fünf Meter weniger breit sind als im Fußball üblich. Bei der WM in zwei Jahren an gleicher Stätte ist aber der FIFA-Standard vorgesehen.

In Houston drückte Kolumbiens Kapitän James Rodriguez dem Spiel seinen Stempel auf. Der 32-Jährige, der zwischen 2017 und 2019 bei Bayern München nur selten sein Können aufblitzen ließ, legte im ersten Durchgang Daniel Munoz (32.) und Jefferson Lerma (42.) zu Toren auf und leitete viele Offensivaktionen der Cafeteros ein. Paraguay, das erstmals seit 17 Copa-Turnieren ein Auftaktspiel verlor, fand nur durch Julio Enciso (69.) eine Antwort.

Am Dienstag eröffnen Peru und Kanada die nächste Runde. Einen Tag nach dessen 37. Geburtstag werden jedoch alle Augen auf Lionel Messi gerichtet sein, der mit Argentinien in der Neuauflage der Finals von 2015 und 2016 auf den damaligen Gewinner Chile trifft.

A.M.James--TNT

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