The National Times - Zwanziger fehlt vor Gericht: WM-Prozess vertagt

Zwanziger fehlt vor Gericht: WM-Prozess vertagt


Zwanziger fehlt vor Gericht: WM-Prozess vertagt
Zwanziger fehlt vor Gericht: WM-Prozess vertagt / Foto: © SID

Der Sommermärchen-Prozess konnte am Donnerstag wegen der Abwesenheit von Theo Zwanziger nicht fortgesetzt werden. Der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fehlte am sechsten Verhandlungstag wegen gesundheitlicher Probleme vor dem Frankfurter Landgericht. Da Strafverfahren nur in Anwesenheit der Angeklagten durchgeführt werden dürfen, musste Richterin Eva-Marie Distler die Fortsetzung vertagen.

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Zuvor hatten Zwanzigers Anwälte mit etwas Verzögerung das geforderte ärztliche Attest eingereicht, wonach ihr Mandant "nicht verhandlungsfähig" sei. Ob der Prozess planmäßig am Montag fortgeführt werden kann, hängt somit von der Genesung Zwanzigers ab. Insgesamt sind bis Ende Oktober über 20 Verhandlungstage angesetzt.

In Frankfurt stehen drei frühere DFB-Spitzenfunktionäre vor Gericht. Den ehemaligen Präsidenten Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie dem langjährigen Generalsekretär Horst R. Schmidt werden "Hinterziehung bzw. Beihilfe zur Hinterziehung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer für das Jahr 2006 in Höhe von über 13,7 Millionen Euro zugunsten des DFB" zur Last gelegt.

Niersbach, Zwanziger und Schmidt, die wie der verstorbene Franz Beckenbauer dem WM-Organisationskomitee angehörten, weisen die Vorwürfe zurück. Die Ermittlungen zu den undurchsichtigen Geldflüssen rund um die WM 2006 ziehen sich bereits mehrere Jahre hin. In Frankfurt geht es um die ominösen 6,7 Millionen Euro, die als Betriebsausgabe für eine Gala deklariert wurden.

G.Morris--TNT

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