The National Times - Bayerns linkes Ding: Wer ersetzt Davies?

Bayerns linkes Ding: Wer ersetzt Davies?


Bayerns linkes Ding: Wer ersetzt Davies?
Bayerns linkes Ding: Wer ersetzt Davies? / Foto: © SID

Vielleicht, sinnierte Thomas Tuchel, mache er ja auch "etwas Verrücktes". Doch seine gewagte Idee, den im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Arsenal am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gesperrten Linksverteidiger Alphonso Davies durch einen gelernten Innenverteidiger wie Dayot Upamecano oder Min-Jae Kim zu ersetzen, verwarf der Trainer des FC Bayern sofort wieder. "Wir wollen ja gewinnen", sagte er und lachte.

Textgröße ändern:

Soll heißen: Der Münchner Ansatz nach dem 2:2 im Hinspiel werde kein rein defensiv-verwaltender sein. Der deutsche Fußball-Rekordmeister will das Spitzenteam aus der Premier League beschäftigen - und nicht darauf warten, dass vor allem dessen Flügelflitzer Bukayo Saka wieder derart unkontrolliert wirbelt wie in London.

Dort hatte Davies, dem im Ringen um seine Zukunft samt heftiger Avancen von Real Madrid die Form abhanden gekommen ist, seine liebe Mühe mit Torschütze Saka. Die frühe Gelbe Karte, die er sich bei einem Foul am Engländer einhandelte, war die logische Folge.

Und sie stellt Tuchel vor ein Problem: So durchwachsen die Leistungen von Davies zuletzt waren, so sehr fehlt jetzt dessen Schnelligkeit. Tuchel hat zwei Optionen, um Davies zu ersetzen: Lieblingsschüler Raphael Guerreiro und Noussair Mazraoui, "das ist kein großes Geheimnis", meinte Tuchel.

Bei der Generalprobe gegen den 1. FC Köln (2:0) ließ er Mazraoui auf der linken Seite ran, der eigentlich rechts zu Hause ist und Probleme hatte. Ein Grund zur Sorge? "Wir müssen einfach als Mannschaft generell besser gegen den Ball spielen, die Räume besser zumachen", sagte Sportdirektor Christoph Freund: "Aber ich bin überzeugt, dass wir das auch besser hinkriegen."

Tuchel bekannte, er habe "nicht allzu viel erwartet" von Mazraoui, der nach Muskelverletzungen und Krankheiten zuletzt noch durch den Fastenmonat Ramadan gegangen war. Klang fast so, als bekäme der Marokkaner auch gegen die Gunners eine Chance - zumal Tuchel mit Guerreiro im Mittelfeld planen könnte.

G.Waters--TNT

Empfohlen

Bayer schlägt Posen: Schick bleibt im Hexenkessel eiskalt

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Dank Patrik Schicks Nervenstärke vom Elfmeterpunkt hat Bayer Leverkusen den Härtetest im Hexenkessel von Lech Posen bestanden. Die Werkself gewann am zweiten Spieltag der Europa League souverän mit 4:0 (3:0) beim polnischen Meister und tankte Selbstvertrauen für das Bundesliga-Topspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellenführer SC Freiburg.

Urbig als Nummer eins? Kahn und Lehmann zweifeln noch

Die früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn und Jens Lemann verfolgen den Werdegang von Jonas Urbig mit einer gewissen Skepsis. "Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Kahn in einer Talkshow bei Sky. Beim deutschen Rekordmeister gilt der 23-jährige Urbig als designierter Nachfolger von Manuel Neuer, jüngst debütierte er in der Nationalmannschaft und könnte auch dort perspektivisch zur Nummer eins aufsteigen.

Tennis: ATP plant Ranglistenreform und winkt mit mehr Geld

Die Tennis-Profitour ATP will ihre Topspieler durch eine Reform der Weltrangliste in Zukunft entlasten und deutlich mehr Geld ausschütten. Damit reagiert die Organisation auf die wachsende Kritik am Turnierkalender und die Verletzungen der Stars wie Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien), die in diesem Jahr beide monatelang gefehlt haben. Ihren Plan, der ab dem Jahr 2028 greifen soll, veröffentlichte die ATP am Donnerstag.

Pokal-Ausschreitungen: Zuschauer-Teilausschluss für Mannheim

Drittligist Waldhof Mannheim ist nach den massiven Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen den Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Demnach müssen die Mannheimer im kommenden Drittliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 25. Oktober ohne Teile ihrer Fans auskommen, eine weitere Partie wurde bis Ende 2028 zur Bewährung ausgesetzt.

Textgröße ändern: