The National Times - Nach 38 Jahren: Alekna löst Schult als Weltrekordler ab

Nach 38 Jahren: Alekna löst Schult als Weltrekordler ab


Nach 38 Jahren: Alekna löst Schult als Weltrekordler ab

Europameister Mykolas Alekna aus Litauen hat die seit 38 Jahren bestehende Diskus-Bestmarke des Deutschen Jürgen Schult gebrochen und damit den ältesten Männer-Weltrekord in der Leichtathletik abgelöst. Der 21-Jährige schleuderte die Scheibe am Sonntag bei einem Event im US-Bundesstaat Oklahoma auf 74,35 Meter, die Weite muss noch offiziell ratifiziert werden.

Textgröße ändern:

Schult, heute 63 Jahre alt, hatte seinen Rekord am 6. Juni 1986 für die DDR aufgestellt. In Neubrandenburg schaffte er damals 74,08 Meter und übertraf die vorherige Bestmarke dabei um mehr als zwei Meter - das war 16 Jahre bevor Alekna geboren wurde.

"Ich konnte mich 38 Jahre darauf vorbereiten und wusste, dass es passieren kann", sagte Schult dem SID: "Das ist eine saustarke Leistung."

Alekna nutzte auf dem freien Flugfeld in Ramona bei seinem Rekordwurf perfekte Bedingungen aus, alle seine sechs Versuche landeten jenseits der 70-Meter-Marke. Schon vor gut einer Woche hatte Alekna mit 71,39 m gezeigt, dass er bereits drei Monate vor den Olympischen Spielen in Paris in Topform ist.

Alekna wurde 2022 in München Europameister, war 2022 WM-Zweiter und Dritter bei der WM 2023. Er knüpft mit seinen Erfolgen an die seines Vaters an: Virgilijus Alekna war Olympiasieger 2000 und 2004 - und liegt mit seiner stärksten Weite von 73,88 m auf Rang drei der ewigen Bestenliste.

S.Collins--TNT

Empfohlen

Bayer schlägt Posen: Schick bleibt im Hexenkessel eiskalt

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Dank Patrik Schicks Nervenstärke vom Elfmeterpunkt hat Bayer Leverkusen den Härtetest im Hexenkessel von Lech Posen bestanden. Die Werkself gewann am zweiten Spieltag der Europa League souverän mit 4:0 (3:0) beim polnischen Meister und tankte Selbstvertrauen für das Bundesliga-Topspiel am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen den Tabellenführer SC Freiburg.

Urbig als Nummer eins? Kahn und Lehmann zweifeln noch

Die früheren Nationaltorhüter Oliver Kahn und Jens Lemann verfolgen den Werdegang von Jonas Urbig mit einer gewissen Skepsis. "Ich kann nicht sagen, ob Urbig die Qualität hat, wirklich die Nummer eins bei Bayern München zu sein", sagte Kahn in einer Talkshow bei Sky. Beim deutschen Rekordmeister gilt der 23-jährige Urbig als designierter Nachfolger von Manuel Neuer, jüngst debütierte er in der Nationalmannschaft und könnte auch dort perspektivisch zur Nummer eins aufsteigen.

Tennis: ATP plant Ranglistenreform und winkt mit mehr Geld

Die Tennis-Profitour ATP will ihre Topspieler durch eine Reform der Weltrangliste in Zukunft entlasten und deutlich mehr Geld ausschütten. Damit reagiert die Organisation auf die wachsende Kritik am Turnierkalender und die Verletzungen der Stars wie Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien), die in diesem Jahr beide monatelang gefehlt haben. Ihren Plan, der ab dem Jahr 2028 greifen soll, veröffentlichte die ATP am Donnerstag.

Pokal-Ausschreitungen: Zuschauer-Teilausschluss für Mannheim

Drittligist Waldhof Mannheim ist nach den massiven Ausschreitungen im DFB-Pokalspiel gegen den Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern zu einem Zuschauer-Teilausschluss sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Demnach müssen die Mannheimer im kommenden Drittliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II am 25. Oktober ohne Teile ihrer Fans auskommen, eine weitere Partie wurde bis Ende 2028 zur Bewährung ausgesetzt.

Textgröße ändern: