The National Times - Sieg verspielt: Eintracht schwächelt auch in Europa

Sieg verspielt: Eintracht schwächelt auch in Europa


Sieg verspielt: Eintracht schwächelt auch in Europa
Sieg verspielt: Eintracht schwächelt auch in Europa / Foto: © IMAGO/Jan Huebner/SID

Europa-Blues statt Heavy Metal: Eintracht Frankfurt hat auf der internationalen Bühne die erhoffte Reaktion verpasst und eine bessere Ausgangslage im Kampf ums Conference-League-Achtelfinale leichtfertig verspielt. Die zuletzt viel kritisierte Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller musste sich trotz eines Traumstarts nach einem unerklärlichen Leistungsabfall mit einem 2:2 (2:1) im Zwischenrunden-Hinspiel beim Europa-League-Absteiger Union Saint-Gilloise begnügen.

Textgröße ändern:

Fares Chaibi (3.) und Winter-Neuzugang Sasa Kalajdzic (10.) belohnten die Hessen für eine bärenstarke Anfangsphase. Der souveräne Spitzenreiter der belgischen Liga bestrafte die nach der Pause schwächelnde Eintracht aber und schlug durch Mathias Rasmussen (31.) und Gustaf Nilsson (68.) zurück. In der Schlussphase flog bei den Gastgebern Charles Vanhoutte (78.) mit Gelb-Rot vom Feld. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) benötigt die SGE einen Sieg zum Weiterkommen.

Die enttäuschenden Auftritte beim 1. FC Köln (0:2) und gegen den VfL Bochum (1:1) hatten jüngst für Unzufriedenheit am Main gesorgt. Sportvorstand Markus Krösche forderte deshalb "mehr Heavy Metal" von der Eintracht. Kevin Trapp rückte nach Hexenschuss wieder ins Tor, dazu starteten die Hessen mit Omar Marmoush und Kalajdzic als Doppelspitze.

Und die offensive Ausrichtung zahlte sich gleich aus: Chaibi staubte in der Mitte ab, nachdem Niels Nkounkou beherzt über links durchgestartet war. Mit seinem ersten Treffer im Eintracht-Trikot krönte Kalajdzic einen fulminanten Start der Hessen, der Österreicher vollendete einen schnellen Konter eiskalt.

Die Hessen brachten die geforderte Leistungssteigerung auf den Platz, spielten mutig nach vorne und hatten eigentlich alles im Griff. Dann aber vertändelte Ellyes Skhiri den Ball im eigenen Strafraum und verhalf dem Team des deutschen Trainers Alexander Blessin zurück ins Spiel. Rasmussen schob problemlos ein.

Gänzlich anders als im ersten Durchgang präsentierte sich Frankfurt nach der Pause. Die SGE ließ sich zunächst fast überrennen, Nilsson hatte gleich zwei Riesenchancen zum Ausgleich (57./62.). Nach vorne ging fast nichts mehr, defensiv wackelte die Eintracht bedenklich. Selbst nach dem Treffer durch Nilsson fand Frankfurt kaum mehr zurück ins Spiel.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Tischtennis-EM: Lockere Auftaktsiege für Qiu und Franziska

Die deutschen Tischtennis-Topspieler Dang Qiu und Patrick Franziska sind bei der Europameisterschaft in Ljubljana mit wenig Mühe in den Einzelwettbewerb gestartet. Qiu, Europameister von 2022 und als aktuelle Nummer elf der Weltrangliste der bestplatzierte Deutsche, gewann ungefährdet gegen Dimitrije Levajac aus Serbien mit 4:0. Franziska gab gegen Ovidiu Ionescu (Rumänien) ebenfalls keinen Satz ab.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen holen Bronze

Die deutschen Teamsprinterinnen haben zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai die Bronzemedaille gewonnen. Die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich im Kleinen Finale in 46,276 Sekunden gegen die neutralen Athletinnen aus Russland (46,712) durch. Den Goldlauf verpasste das deutsche Trio klar.

Tischtennis: Duda/Mittelham sichern Medaille - Doppel auf Kurs

Das deutsche Mixed Nina Mittelham und Benedikt Duda hat bei der Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana das Halbfinale erreicht und damit die erste Medaille schon sicher. Einen Tag nach ihrem Coup gegen die topgesetzten Titelverteidiger Alvaro Robles/Maria Xiao schlugen die Deutschen im Viertelfinale Alexandra Chiriacova/Vladislav Ursu (Moldau) ungefährdet mit 3:0. Damit haben Mittelham und Duda bereits mindestens Bronze gewonnen, ein Spiel um Platz drei gibt es bei der EM nicht.

Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen fahren um Bronze - Männer raus

Die deutschen Teamsprinterinnen haben Gold zum Auftakt der Bahnrad-WM in Shanghai verpasst, aber noch die Chance auf eine Medaille. Die Europameisterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch setzten sich zwar in 46,276 Sekunden gegen Titelverteidiger Niederlande (46,476) durch, die chinesischen Gastgeberinnen (45,646) und Olympiasieger Großbritannien (45,926) waren in ihren Erstrundenduellen aber schneller.

Textgröße ändern: