The National Times - Union-Präsident Zingler: Investoren-Einstieg schadet Liga

Union-Präsident Zingler: Investoren-Einstieg schadet Liga


Union-Präsident Zingler: Investoren-Einstieg schadet Liga
Union-Präsident Zingler: Investoren-Einstieg schadet Liga / Foto: © IMAGO/Matthias Koch/SID

Präsident Dirk Zingler von Bundesligist Union Berlin hat sich erneut offen für Investoren im deutschen Profifußball gezeigt - unter einer Voraussetzung. "Wir als Union sind nicht aus ideologischen Gründen grundsätzlich gegen Investoren, weil wir selber ein Klub sind, der seit 20 Jahren immer wieder in all seine Bereiche investiert mit Fremdkapital. Der 1. FC Union Berlin ist eine Geschichte von mutigen Investoren", sagte der 59-Jährige in einem Vereinsinterview an Weihnachten. Aber: Der Deal müsse stimmen.

Textgröße ändern:

Und das tat der Plan von einem Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) nach Ansicht der Köpenicker nicht. Union gehörte Mitte Dezember nicht zu den 24 Erst- und Zweitligisten, die ihre Zustimmung gegeben hatten. "Wir haben gegen diese Art des Investoren-Deals gestimmt, weil wir ihn nicht gut für die Liga finden", sagte Zingler. "Weil wir glauben, dass wir für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Entscheidung treffen, die wir heute noch nicht absehen können."

Er sei "ganz klar gegen reine renditeinteressierte Investoren. Ich bin gegen Multi-Club-Ownership. Ich bin gegen Investoren, die tatsächlich unseren Fußball verändern." Fußball müsse vor allem "gemeinnützig sein."

Die Richtung der Fan-Wut über die Entscheidung konnte der Union-Präsident allerdings nicht nachvollziehen. "Ich appelliere auch noch mal an diese Begrifflichkeit "Scheiß DFL" in den Protesten. Die ist mal wieder unscharf, weil im Grunde die DFL-Mitarbeiter das nicht entschieden haben und auch Herr Lenz und Herr Merkel als Geschäftsführer nicht. Entschieden haben es die 24 Vereine. Also wenn da steht "Scheiß DFL", ist das mal wieder der falsche Adressat", sagte Zingler.

Union, das sich nach der sensationellen Vorsaison aktuell im Abstiegskampf wiederfindet, habe ein "Halbjahr von schwierigen Entscheidungen" hinter sich. Dazu gehörte auch der Umzug ins Olympiastadion für die Heimspiele in der Champions League. "Am Ende glaube ich, dass wir richtig entschieden haben", sagte Zingler. "Wir haben über 210.000 Zuschauer gehabt, haben neue Kontakte im Sponsoring gewonnen. Aber wir haben auch Schmerzen empfunden, weil jeder von uns hätte diese Spiele gerne im Stadion an der Alten Försterei erlebt."

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Rückkehr nach Afrika: Formel 1 fährt in Ruanda

Die Formel 1 kehrt nach Afrika zurück. Ab den "frühen 2030er Jahren" wird in Ruanda der Große Preis von Afrika stattfinden. Das gab die Königsklasse des Motorsports am Dienstag bekannt. Zuletzt hatte 1993 im südafrikanischen Kyalami ein Grand Prix in Afrika stattgefunden.

Bis 2029: BVB verlängert Vertrag mit Kovac

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Trainer Niko Kovac bis 2029 verlängert. "Mit Niko Kovac befinden wir uns seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als anderthalb Jahren auf einem sehr guten Weg", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken am Dienstag: "Er hat die Mannschaft konstant weiterentwickelt und genießt innerhalb unseres Klubs eine hohe Akzeptanz." Die Verlängerung sei "ein klares Zeichen für Konstanz und Stabilität".

Feuerwerk um 1.15 Uhr: Bayern-Nachtruhe gestört

Nächtliche Ruhestörung um 1.15 Uhr: Der ein oder andere Fußballstar des FC Bayern dürfte keine 20 Stunden vor dem Champions-League-Spiel beim norwegischen Meister Viking Stavanger (21.00 Uhr/Prime Video) unsanft aus dem Schlaf gerissen worden sein. Mitten in der Nacht ging in der Stadt in Südwestnorwegen unweit des Teamhotels ein rund zweiminütiges Feuerwerk hoch - mutmaßlich gezündet von den Heimfans mit dem Ziel, die Vorbereitung des großen Favoriten zu stören.

Sturm nach Pucktreffer am Kopf ins Krankenhaus eingeliefert

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Nico Sturm ist im NHL-Spiel seiner Minnesota Wild von einem Schlagschuss am Kopf getroffen und anschließend ins Krankenhaus gebracht worden. Die vorsorglichen medizinischen Maßnahmen bestätigte sein Coach John Hynes, ohne dabei über den genauen gesundheitlichen Zustand zu informieren. Der 31-jährige Sturm werde voraussichtlich mindestens das nächste Spiel verpassen.

Textgröße ändern: