The National Times - VfB bestraft Dortmunder Angsthasenfußball

VfB bestraft Dortmunder Angsthasenfußball


VfB bestraft Dortmunder Angsthasenfußball
VfB bestraft Dortmunder Angsthasenfußball / Foto: © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER/SID

Die Himmelsstürmer des VfB Stuttgart haben den Angsthasenfußball von Borussia Dortmund gnadenlos bestraft. Die stürmischen Schwaben bezwangen den mutlosen BVB im Achtelfinale des DFB-Pokals völlig verdient mit 2:0 (0:0) und zogen wie im Vorjahr in die Runde der letzten Acht ein.

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Während der VfB in dieser Form vom vierten Cupsieg träumen darf, ist für die Gäste das erste Saisonziel dahin - und das Krisengerede dürfte von Neuem beginnen. Vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann trafen Torgarant Serhou Guirassy (54.) und der eingewechselte Silas (77.) für Stuttgart.

Es war der erste Pokal-Erfolg über Dortmund seit 25 Jahren, damals ebenfalls im Achtelfinale (3:1). Der Borusse Jamie Bynoe-Gittens stand bei seinem vermeintlichen Treffer zum 1:1 knapp im Abseits (60.). BVB-Boss Hans-Joachim Watzke verfolgte die Pleite sichtlich bedient mit verschränkten Armen und versteinertem Blick auf der Tribüne.

Der VfB war vor 54.200 Zuschauern in der ausverkauften MHP-Arena mit der Doppelspitze Guirassy und Deniz Undav bemüht, "aktiv nach vorne zu verteidigen", wie Trainer Sebastian Hoeneß sagte. Das klappte, der BVB wurde in dessen Hälfte gebunden. Dort verschanzte sich die Borussia im Stile eines Underdogs im 5-4-1-System.

Kapitän Emre Can, den Trainer Edin Terzic ins Abwehrzentrum zurückgezogen hatte, blockte einen ersten Schuss von Guirassy (7.). "Kompakt stehen, Umschaltmomente kreieren und mit viel Speed gefährlich werden", umschrieb Sportchef Sebastian Kehl die Idee. Dafür brachte Terzic die schnellen Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko.

Letzterer musste nach einem Lattentreffer von Marcel Sabitzer Latte (20.) verletzt vom Platz. Der Alu-Test Sabitzers war eine Ausnahme: In Ballbesitz fehlte Dortmund eine echte Idee. Der VfB war gefährlicher, etwa durch Undav (24./43.) oder Atakan Karazor (45.+2).

Mit Wiederbeginn mussten beim BVB auch die angeschlagenen Marius Wolf und Marcel Sabitzer runter. An der Spielanlage änderte dies nichts. Can rettete nach Ballverlust von Mats Hummels erneut gegen Guirassy (48.), dann war Torwart Gregor Kobel gegen den Guineer zur Stelle (52.).

Die VfB-Führung war eine Frage der Zeit: Nach dem Steckpass des starken Enzo Millot kamen Can und Nico Schlotterbeck zu spät, Kobel bekam den Ball durch die Beine. Die von Kehl beschworene "Riesenmöglichkeit" für Dortmund, den Titel mit den verbliebenen Bundesligisten Leverkusen und Gladbach ausspielen zu können, hing am seidenen Faden.

Kobel verhütete gegen Millot das 2:0 (58.). Erst jetzt wachten die Gäste auf und gestalteten das Spiel etwas offener. Auch Guirassy vergab den nächsten möglichen VfB-Treffer (69.), besser machte es der sechs Minuten zuvor eingewechselte Silas.

H.Davies--TNT

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