The National Times - "Wir machen den Fußball kaputt": Kovac über Handspielregel

"Wir machen den Fußball kaputt": Kovac über Handspielregel


"Wir machen den Fußball kaputt": Kovac über Handspielregel
"Wir machen den Fußball kaputt": Kovac über Handspielregel / Foto: © SID

Trainer Niko Kovac vom VfL Wolfsburg hat die aktuelle Auslegung der Handspielregel stark kritisiert. "Das mit der Handspielregel ist für mich ein Desaster. Das muss ich ganz ehrlich sagen. Das hat kein Hand, hat kein Fuß mehr. Das ist Willkür. Das ist für mich keine einheitliche Linie", sagte Kovac vor dem Auswärtsspiel der Wolfsburger am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Borussia Dortmund.

Textgröße ändern:

Kovac war auf der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag auf die jüngste Kritik von Matthias Sammer am Videobeweis angesprochen worden - und nutzte die Bühne für eine Generalabrechnung am umstrittenen Regelwerk. "Man kann sich auf nichts festlegen. Es ist für mich Vabanque, würfeln. Heute so, morgen so. Der eine pfeift so, der andere nicht", echauffierte sich Kovac. Er selbst verstehe die Handspielregel "genau so wenig wie jeder andere auch".

Einmal in Fahrt, legte Kovac nach. "Inzwischen musst du trainieren, dass du den Spielern an die Hand spielst. Und dann kannst du hoffen, dass da jemand vielleicht im Keller sitzt und sagt: 'Du, du, du - da war jemand mit der Hand dran.' Und dann kriegst du einen Elfmeter. Du musst gar nicht mehr das Tor anvisieren. Visier die Hand an - das ist die Lösung. Das kann es ja nicht sein. Wir machen den Fußball kaputt", so der Kroate.

Kovac sprach sich für einen Elfmeterpfiff nur dann aus, "wenn eine klare Absicht unterstellt wird". Er stehe für "back to the roots. Ich glaube zurück zum Ursprung, das war am besten. Jeder wusste, was Sache ist. Und dann sind wir eigentlich alle klar."

Das Problem sind für Kovac dabei nicht die Schiedsrichter. "Sie müssen nur das umsetzen, was ihnen vorgeben wird. Das sind auch die Leidtragenden", sagte der Ex-Profi. Man müsse die Fußballer in die Regelfindung mit einbeziehen. Aktuell müsse er selbst "immer mal wieder nachfragen beim 4. Offiziellen. Ich mache es ganz ehrlich. Also, ich verstehe es dann auch nicht und lerne dann auch immer wieder neu dazu."

T.Ward--TNT

Empfohlen

Tennis: Auch Struff scheitert in Shanghai

Tennisprofi Jan-Lennard Struff ist in der zweiten Runde des ATP-Masters in Shanghai gescheitert - damit ist beim Hartplatz-Event in China aus deutscher Sicht nur noch Alexander Zverev vertreten. Struff (36) unterlag am Samstag dem früheren Weltranglistenersten Daniil Medwedew mit 6:4, 4:6, 3:6, es war die zweite Niederlage gegen den Russen innerhalb von acht Tagen: Schon im Achtelfinale von Peking war Struff an Medwedew gescheitert (4:6, 3:6).

NHL: Seiders Red Wings unterliegen Grubauers Kraken

Moritz Seider und die Detroit Red Wings tun sich zu Beginn der NHL-Season weiterhin schwer. Der Kapitän der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft verlor mit Detroit das Duell mit den Seattle Kraken um DEB-Goalie Philipp Grubauer mit 3:6, im vierten Spiel war es die dritte Niederlage. Noch unter der Woche hatten die Red Wings mit dem ersten Saisonsieg gegen die Ottawa Senators Hoffnung geschöpft.

WNBA: Fiebich und New York scheitern im Halbfinale

Basketball-Nationalspielerin Leonie Fiebich hat mit New York Liberty den Sprung in die Finalserie der WNBA verpasst. Die 26-Jährige und ihr Team verloren in der Nacht auf Samstag auch das dritte Spiel gegen Atlanta Dream mit 83:85, es war New Yorks erstes Heimspiel der Halbfinalserie. Diese entschied Atlanta mit 3:0 für sich, das Team aus dem US-Bundesstaat Georgia steht damit erstmals seit 2013 im Finale. Dort trifft Atlanta ab dem 17. Oktober auf die Golden State Valkyries, die Titelverteidiger Las Vegas Aces ebenfalls mit 3:0 Siegen bezwangen.

"Chance genutzt": Kössler überzeugt den Bundestrainer

Zielspielerin, Ballverteilerin, Torjägerin: Für Bundestrainer Christian Wück konnte es nach dem rundum gelungenen fünften Länderspiel von Melissa Kössler nur ein Urteil geben. "Wenn man es kurz und knapp fassen will, hat sie ihre Chance genutzt", sagte der 53-Jährige über die Matchwinnerin. Mit einem Doppelpack hatte Kössler die DFB-Frauen zu einem 4:2 (2:1) gegen Australien und dem erhofft positiven Start in die WM-Saison geführt.

Textgröße ändern: