The National Times - DBS: Russland-Teilnahme bei Paralympics "unvorstellbar"

DBS: Russland-Teilnahme bei Paralympics "unvorstellbar"


DBS: Russland-Teilnahme bei Paralympics "unvorstellbar"
DBS: Russland-Teilnahme bei Paralympics "unvorstellbar" / Foto: © IMAGO/Ralf Kuckuck/SID

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), sieht zum Ausschluss der Teams aus Russland und Belarus bei den Paralympics weiterhin keine Alternative. "Wenn Krieg herrscht und dieser mörderische Angriff jeden Tag nicht nur fortgesetzt, sondern in seinen Auswirkungen immer schlimmer wird, ist es einfach unvorstellbar, im friedlichen Wettkampf gegeneinander anzutreten", sagte Beucher ein Jahr vor dem Start der Paralympics in Paris (28. August bis 8. September 2024) dem SID.

Textgröße ändern:

Auch eine Teilnahme von sogenannten neutralen Athleten aus Russland und Belarus lehnt Beucher ab. "In kriegsführenden Ländern gibt es keine Neutralität", sagte der 73-Jährige. Die Position des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) halte er deshalb "ehrlich gesagt für abstrus".

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) wird bei der Generalversammlung Ende September in Bahrain eine Entscheidung über einen Start Russlands und von Belarus bei den Paralympics treffen. Man müsse, so Beucher, "aufgrund der Weltlage damit rechnen, dass es dort auch Bestrebungen außerhalb von Europa geben wird, ein Startrecht von Russen und Belarussen zu ermöglichen."

Der DBS stehe aber "in einer Linie mit den europäischen Komitees und mit vielen nationalen Paralympischen Komitees aus anderen Teilen der Welt. Wir werden für diese deutsche und europäische Friedensposition auf der Konferenz werben", betonte Beucher. Das IPC werde "gefordert sein", seinen Kurs fortzusetzen.

Von Seiten des IPC gibt es im Gegensatz zum IOC bislang keine Empfehlung, Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus wieder unter Auflagen an Wettkämpfen teilnehmen zu lassen. Vielmehr sind beide Staaten bis auf Weiteres nicht mehr Mitglieder des Internationalen Paralympischen Komitees.

Bei den Paralympics in Tokio 2021 hatte Russland insgesamt 118 Medaillen (36/33/49) geholt und war im Medaillenspiegel hinter China, Großbritannien und den USA Vierter geworden. Belarus hatte sieben Medaillen gewonnen.

D.Cook--TNT

Empfohlen

Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr für eine vierte und letzte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie der Verband am Donnerstag bestätigte, hat der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April 2027 in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stellen werde.

UEFA stellt Reformen vor: Gegenkandidat lässt auf sich warten

Noch kein Gegenkandidat, aber eine "klare Richtung" für den FIFA-Machtkampf - das ist das Ergebnis des "Anti-Infantino-Gipfels" der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Nach dem Treffen in Berlin stellten die Europäer am Donnerstag ihre Reformvorschläge für den Weltverband vor, denen einer Mitteilung zufolge bis auf Aserbaidschan alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände zustimmten. Dazu bekräftigte der europäische Verband, dass für die FIFA-Präsidentenwahl im März 2027 in Rabat/Marokko eine Alternative zu Amtsinhaber Gianni Infantino her soll.

Judoka Scoccimarro gewinnt WM-Bronze

Judoka Giovanna Scoccimarro hat dem deutschen Team bei den Weltmeisterschaften in Baku/Aserbaidschan die erste Medaille beschert. Die 28-Jährige aus Niedersachsen gewann das kleine Finale in der Klasse bis 70 Kilogramm gegen die Brasilianerin Nauana Silva und sicherte sich Bronze. Nach WM-Silber 2023 in Doha ist es der größte Erfolg in ihrer Karriere.

Medien: Ceferin tritt zur Wiederwahl als UEFA-Chef an

Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr offenbar für eine vierte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kandidieren. Wie unter anderem die Sportschau am Donnerstag berichtete, habe der 58-Jährige den Chefs der 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stelle.

Textgröße ändern: