The National Times - Schwimm-Weltverband verschiebt Russland-Entscheidung

Schwimm-Weltverband verschiebt Russland-Entscheidung


Schwimm-Weltverband verschiebt Russland-Entscheidung
Schwimm-Weltverband verschiebt Russland-Entscheidung / Foto: © SID

Der Schwimm-Weltverband World Aquatics hat bei seinem Kongress am Rande der WM in Fukuoka noch keine Entscheidung über eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten getroffen. Die im April eingesetzte Task Force legte anders als erwartet keine Empfehlung vor. Zunächst soll eine Umfrage unter den Sportlern durchgeführt und ausgewertet werden, "später in diesem Jahr" werde die Task Force "ihre Schlussfolgerungen ziehen", kündigte der wiedergewählte Präsident Husain Al-Musallam aus Kuwait an.

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Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) geht nach einem Treffen mit Al-Musallam und einer Delegation des Sportausschusses des Bundestags in Fukuoka davon aus, dass Russen und Belarussen weiter ausgeschlossen bleiben. "Wenn ich dem Präsidenten glauben kann, dann kann nur eine Empfehlung für Wiederzulassung ausgesprochen werden, wenn die kriegerischen Handlungen ad acta gelegt sind", sagte Vizepräsident Kai Morgenroth, "das hat er ganz klargemacht im Gespräch eben, und darauf setze ich."

Der Weltverband hatte nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im vergangenen Jahr russische und belarussische Athleten von seinen Wettbewerben ausgeschlossen. Nach der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Russen und Belarussen bei Olympia in Paris unter neutraler Flagge starten zu lassen, wurde die Task Force eingesetzt, um Möglichkeiten der Wiederzulassung zu prüfen.

Eigentlich war mit deren Bericht bereits in Fukuoka gerechnet worden. Doch offenbar ist der Widerstand innerhalb des Weltverbandes groß. Morgenroth berichtete, dass sich "die europäischen Nationen zusammengetan" hätten, sie seien "einstimmig" für einen weiteren Ausschluss.

Dass jetzt noch keine Entscheidung gefallen ist, hat auch für den DSV Auswirkungen. Denn somit gehen nach derzeitigem Stand bei den Weltcups im Schwimmen und Wasserspringen im Oktober keine russischen und belarussischen Athleten an den Start.

Lewis--TNT

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