The National Times - DBS-Präsident bekräftigt Forderung nach Russland-Ausschluss

DBS-Präsident bekräftigt Forderung nach Russland-Ausschluss


DBS-Präsident bekräftigt Forderung nach Russland-Ausschluss
DBS-Präsident bekräftigt Forderung nach Russland-Ausschluss / Foto: © Imago/Beautiful Sports/SID

Friedhelm Julius Beucher, seit 2009 Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), hat seine Haltung in der Russland-Frage 13 Monate vor den Paralympics in Paris (28. August bis 8. September 2024) bekräftigt. "Der grauenvolle Krieg schickt uns jeden Tag immer schlimmere Bilder. Es gibt nicht den geringsten Grund, diese Position infrage zu stellen. Bumms, Ende, Aus", sagte der 77-Jährige am Dienstag in der "SID Mixed-Zone" in Köln.

Textgröße ändern:

Beucher hofft, dass es innerhalb des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bei dieser Haltung bleibt. Das IPC hatte bereits bei den 2022 ausgetragenen Paralympics in Peking im Gegensatz zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC) alle Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus ausgeschlossen.

"Das IPC hat Ende September eine Generalversammlung in Bahrain. Dort wird es mit Sicherheit diese Diskussion geben, ob der Beschluss von Berlin im letzten November, Russen und Belarussen auszuschließen, Bestand hat", sagte Beucher weiter, "ich kämpfe dafür, setze mich dafür ein."

Froh ist der DBS-Chef über jeden Rückhalt. "Ich bin unwahrscheinlich froh, dass ich im Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes (Sebastian Coe, d.Red.) einen Mitstreiter habe", erklärte Beucher und ergänzte: "World Athletics sieht nicht den geringsten Grund, Russen zuzulassen. Das ist eine internationale Stimme von Gewicht."

Mit offener Kritik am deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach hält sich Beucher zurück. "Er hat eine andere Meinung", sagte er diplomatisch. Von der Möglichkeit, Russen und Belarussen für die olympischen und paralympischen Wettbewerbe zuzulassen, wenn diese eine Antikriegserklärung unterschreiben, hält Beucher nichts: "Das ist Augenwischerei und mehr ein Lügengebilde."

M.Davis--TNT

Empfohlen

WNBA: Fiebich verliert auch zweites Halbfinale mit New York

Basketball-Nationalspielerin Leonie Fiebich hat mit New York Liberty im Halbfinale der nordamerikanischen Profiliga WNBA die zweite Niederlage kassiert. Die 26-Jährige und ihr Team stehen nach dem 98:101 nach Verlängerung gegen Atlanta Dream vor dem Aus, Atlanta fehlt nur noch ein Sieg zum ersten Finaleinzug seit 2013. In Spiel drei der Serie im Modus Best-of-five hat New York am Samstag erstmals Heimrecht.

Ronaldo adelt Messi: "Mein voller Respekt"

Nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere nehmen die Lobeshymnen auf Superstar Lionel Messi kein Ende - nun huldigte ihm sogar sein ewiger Rivale. "Leo", schrieb der Portugiese Cristiano Ronaldo bei Instagram, "du hast dein Land so viele Jahre lang vertreten und eine Geschichte geschrieben, die für immer in Erinnerung bleiben wird."

FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern

Der frühere Schweizer Fußballprofi Ramon Vega will ein weiteres Mal seinen Landsmann Gianni Infantino an der Spitze des Weltverbandes FIFA herausfordern. Der 55-Jährige kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten zu wollen. Dafür braucht Vega allerdings den Rückhalt einiger Verbände, daran war sein Vorhaben, Infantino abzulösen, schon einmal gescheitert.

Handball: Magdeburg feiert Sieg im Schlüsselspiel

Der SC Magdeburg hat auf dem Weg zum angestrebten Gruppensieg in der Champions League das Schlüsselspiel bei Industria Kielce gewonnen. Der deutsche Handballmeister setzte sich in Polen 35:30 (19:17) durch und liegt nach drei Siegen aus drei Spielen an der Spitze der Gruppe F. Beste Torschützen der Gäste waren die Isländer Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson mit elf Toren.

Textgröße ändern: