The National Times - Laudehr kritisiert Frauenfußball-Entwicklung in Deutschland

Laudehr kritisiert Frauenfußball-Entwicklung in Deutschland


Laudehr kritisiert Frauenfußball-Entwicklung in Deutschland
Laudehr kritisiert Frauenfußball-Entwicklung in Deutschland / Foto: © FIRO/SID

Die frühere Fußball-Nationalspielerin Simone Laudehr hat trotz des aktuellen Booms die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland angeprangert. "Wir hatten unter Tina Theune und Silvia Neid eine glorreiche Zeit, sehr viel Erfolg. Aber ich finde, man hätte vor 2016 anfangen können, Dinge wie Marketing, die Einführung einer Lizenzliga zu pushen", sagte die Weltmeisterin von 2007 im Interview mit dem Münchner Merkur/tz (Montagsausgabe).

Textgröße ändern:

Als Vergleich zog Laudehr die englische "Women's Super League" heran, das weibliche Pendant zur Premier League der Männer. In England habe man damit in kürzerer Zeit "aus dem Frauenfußball schon deutlich mehr gemacht als wir". Deutschland hinke hinterher und wolle "nun schnell aufholen".

Von einem möglichen WM-Erfolg der Nationalmannschaft, für die Laudehr 103 Länderspiele absolvierte und im WM-Finale 2007 gegen Brasilien zum 2:0-Endstand traf, erhofft sich die 37-Jährige offenbar wenig nachhaltige Effekte. Zwar würde sie sich über einen Triumph freuen, aber: "Was ist, wenn sie ins Halbfinale oder Finale kommen - oder wenn sie sogar gewinnen? Ja, was kriegen sie denn dann? Lächerliche 250.000 Euro und einen Händedruck."

Die verantwortlichen sollen "merken, dass derartige Leistungen anders honoriert werden müssen", forderte Laudehr. Eine Mannschaft müsse langfristig von ihrem Erfolgen profitieren, es müsse "ein Geben und Nehmen" stattfinden.

Stimmen, dass die Frauen-Nationalmannschaft nach dem desaströsen Abschneiden der Herren zudem die deutsche "Fußball-Ehre" retten soll, versteht sie nicht. "Das haben sie doch schon immer gemacht. Und was ist passiert? Wenig."

S.M.Riley--TNT

Empfohlen

WNBA: Fiebich verliert auch zweites Halbfinale mit New York

Basketball-Nationalspielerin Leonie Fiebich hat mit New York Liberty im Halbfinale der nordamerikanischen Profiliga WNBA die zweite Niederlage kassiert. Die 26-Jährige und ihr Team stehen nach dem 98:101 nach Verlängerung gegen Atlanta Dream vor dem Aus, Atlanta fehlt nur noch ein Sieg zum ersten Finaleinzug seit 2013. In Spiel drei der Serie im Modus Best-of-five hat New York am Samstag erstmals Heimrecht.

Ronaldo adelt Messi: "Mein voller Respekt"

Nach dem Ende seiner Nationalmannschaftskarriere nehmen die Lobeshymnen auf Superstar Lionel Messi kein Ende - nun huldigte ihm sogar sein ewiger Rivale. "Leo", schrieb der Portugiese Cristiano Ronaldo bei Instagram, "du hast dein Land so viele Jahre lang vertreten und eine Geschichte geschrieben, die für immer in Erinnerung bleiben wird."

FIFA-Wahl: Vega will Infantino herausfordern

Der frühere Schweizer Fußballprofi Ramon Vega will ein weiteres Mal seinen Landsmann Gianni Infantino an der Spitze des Weltverbandes FIFA herausfordern. Der 55-Jährige kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr antreten zu wollen. Dafür braucht Vega allerdings den Rückhalt einiger Verbände, daran war sein Vorhaben, Infantino abzulösen, schon einmal gescheitert.

Handball: Magdeburg feiert Sieg im Schlüsselspiel

Der SC Magdeburg hat auf dem Weg zum angestrebten Gruppensieg in der Champions League das Schlüsselspiel bei Industria Kielce gewonnen. Der deutsche Handballmeister setzte sich in Polen 35:30 (19:17) durch und liegt nach drei Siegen aus drei Spielen an der Spitze der Gruppe F. Beste Torschützen der Gäste waren die Isländer Omar Ingi Magnusson und Gisli Kristjansson mit elf Toren.

Textgröße ändern: