The National Times - Erik Lesser: "Ich höre in dunklen Zeiten auf"

Erik Lesser: "Ich höre in dunklen Zeiten auf"


Erik Lesser: "Ich höre in dunklen Zeiten auf"
Erik Lesser: "Ich höre in dunklen Zeiten auf"

Ein Krieg in Europa, dazu weiter Einschränkungen wegen der Pandemie: Erik Lesser hätte sich andere Umstände für seinen Abschied als aktiver Biathlet gewünscht. "Ich höre sicher in dunklen Zeiten auf – aber ich werde auf meine Karriere sicher nicht dunkel zurückblicken", sagte der 33-Jährige dem Münchner Merkur und der tz (Mittwochausgaben).

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Lesser hat gelernt, schlimme Vorkommnisse - wie aktuell den Angriff der russischen Armee auf die Ukraine - im Wettkampf auszublenden. "Wenn ein Athlet sich entscheidet, im Weltcup zu starten, dann muss er in der Lage sein, seinen Job von seinen persönlichen Befindlichkeiten zu trennen", sagte der Thüringer, der in der Vorwoche sein Karriereende angekündigt hatte.

"Vom Startschuss an bis zur Ziellinie sollte der Fokus hundertprozentig auf dem Sport liegen", so Lesser, "und nicht auf dem, was aktuell in der Welt passiert. Da muss man professionell bleiben."

Zwischen den Wettkämpfen mache ihn aber die Lage "traurig und nimmt mich auch persönlich mit. Die Vorstellung in den Krieg ziehen zu müssen ist selbst für mich als Berufssoldat schrecklich", sagte Lesser: "Das kann und will ich mir nicht ausmalen."

Mit dem ukrainischen Biathleten Dimitri Pidrutschni, der sich in seiner Heimat der Nationalgarde angeschlossen hat, hatte Lesser zuletzt Kontakt. "Es geht ihm soweit gut. Es trägt Uniform, ist aber noch relativ weit weg vom eigentlichen Kriegsgeschehen, das aber täglich näher kommt."

P.Murphy--TNT

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