The National Times - Verstappen besiegt Alonso - und das Chaos von Monaco

Verstappen besiegt Alonso - und das Chaos von Monaco


Verstappen besiegt Alonso - und das Chaos von Monaco
Verstappen besiegt Alonso - und das Chaos von Monaco / Foto: © IMAGO/Jake Grant/SID

Regenchaos, Reifenpoker und eine wilde Rutschpartie in den Straßen von Monaco - doch selbst unter diesen Umständen bleibt Max Verstappen unverwundbar: Der Weltmeister hat auch den konfusen Grand Prix im Fürstentum gewonnen und dabei gleich einige Hürden überwunden. Die Strecke sollte seinem Red Bull eigentlich gar nicht liegen, und starker Regen in der zweiten Rennhälfte sorgte für großes Durcheinander.

Textgröße ändern:

Am Ende raste Verstappen dennoch als Erster ins Ziel, baute seine WM-Führung deutlich aus. Fernando Alonso blieb nur Rang zwei - auch, weil sein Aston-Martin-Team auf plötzlich nasser Strecke eine völlig wirre Reifenentscheidung traf und ihn innerhalb von zwei Runden zweimal an die Box rief. Auf Rang drei feierte Esteban Ocon einen großen Erfolg für das Alpine-Team, die Top Drei waren exakt in dieser Reihenfolge auch gestartet.

Verstappens WM-Rivale Sergio Perez verpasste die Punkte deutlich, er hatte das Rennen schon in der Qualifikation am Samstag verloren und hat nun 39 Zähler Rückstand auf den Teamkollegen.

Hinter den besten drei sicherten Lewis Hamilton und George Russell für Mercedes die Plätze vier und fünf, ein ordentliches Ergebnis, gerade im Vergleich zu Ferrari: Charles Leclerc und Carlos Sainz kamen bloß auf den Rängen sechs und acht ins Ziel. Nico Hülkenberg im Haas erlebte einen völlig missglückten Sonntag, kassierte zwei Zeitstrafen und landete bloß auf Rang 17.

Der angesagte Regen ließ lange auf sich warten, kam am Ende aber doch noch, und er prägte ein Rennen, das zuvor ein großer Langweiler war. Noch am Morgen war es sonnig über Monaco, wie schon an den vorherigen Tagen. Pünktlich zum Rennstart ließen sich dann die ersten Wolken über dem Fürstentum blicken.

Minuten vor Rennbeginn standen die prominenten Menschen auf der Start-Gerade aber noch in der Sonne, Neymar neben Kylie Minogue, neben David Alaba und Maria Scharapowa. Natürlich drängelten sich VIPs im Grid, in dieser Hinsicht liefert Monaco stets. Und die Qualifikation am Samstag, mit ständigen Führungswechseln und mehreren Pole-Kandidaten, war die spannendste der bisherigen Saison gewesen.

Das Problem auf dem Straßenkurs ist seit jeher allerdings der Rennsonntag, und so entwickelte sich dann auch die erste Rennhälfte. An der Spitze änderte sich gar nichts, Verstappen verteidigte seine Pole-Position souverän, Alonso blieb dahinter, und überhaupt gab es bis Rang 13 erstmal keine Verschiebungen - dahinter sorgte Hülkenberg für ein bisschen Aufregung.

Der Deutsche schoss von Rang 18 um vier Plätze nach vorn, kollidierte dabei aber mit Williams-Pilot Logan Sargeant. Sein Frontflügel nahm Schaden, Hülkenberg musste einen langen Stopp einlegen und wurde wenig später noch mit einer 5-Sekunden-Strafe belegt. Die büßte er nicht korrekt ab, daher kamen später noch einmal zehn Sekunden dazu.

Vorne setzte sich Verstappen von Alonso ab, hatte aber die weicheren Reifen aufgezogen. Er würde also früher an die Box kommen müssen, das barg eine gewisse Spannung - genau wie der Blick in Richtung Himmel. Dunkle Wolken hingen in Sichtweite über der Küste, die Teams teilten ihren Fahrern immer wieder mit, dass es im Rennverlauf noch Regen geben könne. Wann genau, da waren sie sich nicht einig.

Bis zur Rennhalbzeit blieb es trocken, dann allerdings ging alles ganz schnell. Nach 50 der 78 Runden wurden die ersten Tropfen gemeldet, wenige Umläufe später war die Strecke nass, es prasselte zeitweise geradezu. In dieser Phase konnte das Rennen gewonnen oder verloren werden - und Aston Martin verlor zumindest die Chance auf den Sieg: Alonso bekam neue Slicks, während einige Konkurrenten auf dem Kurs bereits hilflos herumrutschten.

Diesen Fehler korrigierte die Box schon eine Runde später, der Spanier bekam wie die anderen Piloten Intermediates - Verstappen war nun aber endgültig auf und davon.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

NHL: Seider gewinnt deutsches Duell mit Stützle

Eishockey-Nationalmannschaftskapitän Moritz Seider hat im deutschen Duell mit Tim Stützle den ersten Saisonsieg in der NHL gefeiert. Der 25-Jährige setzte sich mit den Detroit Red Wings mit 5:3 gegen die Ottawa Senators durch.

Tränen beim letzten Tango: Messis emotionaler Abschied

Tränen bei der Nationalhymne, Standing Ovations in der 10. Minute – und natürlich ein Tor zum Abschied: Fußball-Superstar Lionel Messi hat seinen "letzten Tango" getanzt und seine große Nationalmannschaftskarriere an einem hochemotionalen Abend gebührend beendet. Bei seinem 208. und letzten Länderspiel für Argentinien huldigten die 85.000 Zuschauer in Buenos Aires dem achtmaligen Weltfußballer für 21 bewegte Jahre im Trikot der Albiceleste.

Kane auf Rekordjagd: "Der beste englische Spieler jemals"

Nach seinem "perfekten Abend" geriet Harry Kane ins Schwärmen. Es sei "ein wirklich stolzer Moment, ganz sicher", sagte der neue englische Rekordnationalspieler beim TV-Sender ITV. Das galt für ihn selbst, aber auch für alle Fans der Three Lions, die beim 3:0 (2:0) gegen Tschechien "fantastischen Fußball von England" gesehen hatten.

Klopp gratuliert: U21 feiert EM-Ticket vor "toller" Kulisse

Antonio Di Salvo und seine U21-Stars kosteten den Sieg und das EM-Ticket voll aus. "Das war eine super Stimmung. Das Feiern der Mannschaft in der Kurve, mit den vielen Lichtern, das hat richtig Spaß gemacht", sagte der stolze DFB-Trainer nach dem 2:0 (1:0) zum Abschluss der EM-Qualifikation gegen Georgien. "Überragend, einfach toll, das haben wir uns verdient", schwärmte Kapitän Nicolò Tresoldi von der Kulisse mit 20.049 Zuschauern auf der Bielefelder Alm.

Textgröße ändern: