The National Times - BVB ganz oben - Köln in der Karnevalskrise

BVB ganz oben - Köln in der Karnevalskrise


BVB ganz oben - Köln in der Karnevalskrise
BVB ganz oben - Köln in der Karnevalskrise / Foto: © SID

Borussia Dortmund hat sich nach seinem Champions-League-Aus und einem enttäuschenden Derby fulminant befreit und steht mindestens für eine Nacht an der Bundesliga-Spitze. Der BVB bezwang den 1. FC Köln absolut dominant und spielfreudig mit 6:1 (4:1) und darf nach seinem höchsten Saisonsieg hoffen, vor Bayern München in die Länderspielpause zu gehen. Der nun einen Punkt zurückliegende Rekordmeister tritt am Sonntag bei Bayer Leverkusen an.

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Die Kölner hingegen stecken in der von Trainer Steffen Baumgart diagnostizierten Karnevalskrise fest. Der FC hat nur einen Punkt aus den vergangenen fünf Spielen geholt und schaut bangen Blickes nach unten. Baumgart hat bereits erklärt, noch einmal würden er und seine Mannschaft nicht so ausgiebig das rheinische Freudenfest feiern.

Für Raphael Guerreiro (15.), der zwei weitere Treffer vorbereitete, Sebastien Haller (17./69.), Marco Reus (32./70.) und Donyell Malen (36.) war die FC-Abwehr ein Selbstbedienungsladen. Davie Selke (42.) traf vor 81.365 Zuschauern an einem extrem unterhaltsamen Abend für die Gäste.

Die Dortmunder Auswechselbank war zur Hälfte mit U23-Spielern besetzt - die Personalprobleme hatten sich nochmals verschlimmert. Torhüter Gregor Kobel fehlte erkältet, Julian Brandt und Jamie Bynoe-Gittens mussten neben Karim Adeyemi und Youssoufa Moukoko wegen Verletzungen passen, Emre Can war gesperrt, Salih Özcan quälte ein Magen-Darm-Infekt. Wer halbwegs spielfähig war, der stand in der Startelf. Der FC begann mit Sargis Adamyan im Sturm neben Selke, dem auch tatsächlich das erste Stürmertor seit neun Spielen gelang.

Deutlich offensiver begann aber der BVB, der nachzuweisen hatte, dass das Derby bei Schalke 04 (2:2) ohne nachhaltige Auswirkungen an ihm vorübergezogen ist. Mahmoud Dahoud war dabei als Taktik-Metronom für den Aufbau zuständig, ohne seine Teamkollegen anfangs in die Nähe einer Torchance zu bringen. Die erste war dafür gleich drin: Guerreiro nutzte eine wunderbare Vorarbeit von Malen. Haller befreite sich dann nach Guerreiro-Zuspiel mit dem 2:0, er war zuletzt drei Spiele lang in der Spitze kaum eingebunden gewesen.

Die Kölner waren somit aus dem Spiel, bevor es richtig begonnen hatte. Zwar ließ BVB-Torwart Alexander Meyer einen Schuss Adamyans gegen den Pfosten rutschen (21.), ansonsten aber lief der FC Ball und Gegner hinterher - wie auch beim 3:0, ein Dortmunder Tor war schöner als das andere. Das vierte allerdings ging klar auf die Kappe des FC-Torwarts Marvin Schwäbe. Selke beendete immerhin die Kölner Sturmflaute nach 831 Minuten.

Der BVB schaltete in der zweiten Halbzeit auf aktives Verwalten um und schoss dennoch mühelos weitere Tore. Die Gäste fügten sich in die Aussichtslosigkeit ihrer Lage - das Highlight blieb die dennoch durchgehend fantastische Stimmung der 8500 Auswärtsfans. Die durften am Ende sogar noch den im Sommer zum BVB gewechselten Anthony Modeste auspfeifen.

F.Lim--TNT

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