The National Times - Hülkenberg und Glock beklagen Image des Autos in Deutschland

Hülkenberg und Glock beklagen Image des Autos in Deutschland


Hülkenberg und Glock beklagen Image des Autos in Deutschland
Hülkenberg und Glock beklagen Image des Autos in Deutschland / Foto: © SID

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg sieht im schlechter werdenden Ruf des Autos einen gewichtigen Grund für den Nachwuchsmangel im deutschen Motorsport. "Das Thema Automobil ist hierzulande medial nicht gerade positiv aufgeladen. Wir waren einmal eine Autonation, jetzt wird das Auto immer mehr schlechtgeredet", sagte Hülkenberg im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Textgröße ändern:

Die Formel 1 habe "die Zeichen der Zeit erkannt", glaubt Hülkenberg: "Sie versucht, sich anpassungsfähig zu zeigen, zum Beispiel mit ihrer Strategie, bis 2030 klimaneutral zu werden. Gleichzeitig geht sie dorthin, wo der Appetit nach ihr groß ist, wo man sie sehen und haben will." In Deutschland machte die Rennserie zuletzt 2020 Station.

Darüber hinaus durchlaufe jeder Sport "Zyklen, in denen das Interesse des Heimatpublikums mal größer und mal kleiner ist". Die Deutschen seien durch die insgesamt zwölf Formel-1-Titel von Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Nico Rosberg "extrem verwöhnt" worden. Nachdem 2010 zeitweise sieben deutsche Fahrer gleichzeitig in der Startaufstellung standen, ist Haas-Pilot Hülkenberg (35) beim ersten Saisonrennen in Bahrain (Sonntag, 16.00 Uhr MEZ/Sky) der einzige.

Hülkenbergs langjähriger Formel-1-Kollege Timo Glock ging in eine ähnliche Richtung wie der Emmericher. "Der Motorsport existiert in Deutschland momentan nicht wirklich", sagte der 40-jährige Glock: "Bis der ganze Nachwuchs wieder einmal aufgebaut wäre, dürften Jahre vergehen."

Laut dem heutigen Sky-Experten müsse man "gefühlt Angst haben, verhaftet zu werden, wenn man irgendwo auf einer Rennstrecke durch die Gegend fährt". Zwar sei die Leidenschaft für den Sport in Deutschland noch vorhanden, allerdings könne man sie "nicht mehr nach außen leben".

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Medwedew schießt Fan ab: Djokovic nach Eklat im Finale

Novak Djokovic hat nach einer Disqualifikation von Gegner Daniil Medwedew seine beeindruckende Siegesserie beim ATP-Turnier in Peking fortgesetzt. Djokovic lag im zweiten Satz mit 7:5, 5:3 in Führung und bereits klar auf Finalkurs, als Medwedew für einen Eklat sorgte. Der Russe schlug frustriert einen Ball in Richtung des Publikums, traf damit einen Zuschauer im Gesicht und wurde schließlich disqualifiziert.

Trotz Leistungseinbruch: Alcaraz beendet Final-Durststrecke

Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.

Außenbandriss: Gwinn fällt mehrere Wochen aus

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft hat laut FC Bayern einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitten, wie der Double-Gewinner am Montag mitteilte.

Nach Dämpfer: Zverev fehlen weiter über 1000 Punkte auf Sinner

US-Open-Sieger Alexander Zverev hat auf der Jagd nach dem ersten Platz in der Tennis-Weltrangliste einen Dämpfer kassiert, die Erfüllung seines Traums aber noch immer vor Augen. In der aktuellen Weltrangliste vom Montag kommt Zverev auf 9720 Punkte - von Jannik Sinner (11.000 Punkte) trennen ihn damit noch 1280 Zähler. Durch das Viertelfinalaus gegen Novak Djokovic in Peking verpasste es Zverev, sich noch näher an den italienischen Branchenführer heranzupirschen.

Textgröße ändern: