The National Times - Münchner Machtdemonstration gegen überfordertes Union

Münchner Machtdemonstration gegen überfordertes Union


Münchner Machtdemonstration gegen überfordertes Union
Münchner Machtdemonstration gegen überfordertes Union / Foto: © FIRO/SID

Bayern München hat im engen Titelkampf mit einer beeindruckenden Machtdemonstration gegen Emporkömmling Union Berlin die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. Der spielfreudige und klar überlegene Rekordmeister gewann das Topduell im Schneegestöber gegen teils überforderte Eiserne mit 3:0 (3:0) und übernahm nach seiner Gala wieder den angestammten Spitzenplatz, den die punktgleichen Dortmunder kurzfristig übernommen hatten.

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Nach der jüngsten Unruhe war der hochverdiente Erfolg im Duell der Gegensätze für den FC Bayern und seinen Trainer Julian Nagelsmann von enormer Bedeutung. Ein weiterer Dämpfer hätte die ohnehin angespannte Lage vor den Wochen der Wahrheit mit dem Achtelfinal-Rückspiel gegen Paris St. Germain noch einmal erheblich verschärft.

So aber sorgten Eric Maxim Choupo-Moting (31.), Kingsley Coman (40.) und Geburtstagskind Jamal Musiala (45.+1) vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena schon vor der Pause für klare Verhältnisse. "Rekordmann" Thomas Müller bereitete beim Comeback von Sadio Mane zwei Treffer mustergültig vor.

Union hat nach der ersten Pflichtspiel-Niederlage in diesem Jahr nun drei Punkte Rückstand auf die Münchner und den BVB. Drei Tage nach dem Europa-League-Erfolg gegen Ajax Amsterdam hatten die Berliner den bärenstarken Bayern nichts entgegenzusetzen.

Wie wichtig die Partie für die Münchner war, unterstrich auch ein Teamabend am Freitag. Auch Vorstandschef Oliver Kahn hatte noch einmal angemahnt, die Stars müssten "zeigen, dass sie Bayern München sind".

Nagelsmann nahm nach dem 2:3 in Gladbach vier Wechsel in der Startelf vor, wobei Dayot Upamecano rotgesperrt fehlte. Müller, der gegen die Borussia schon nach 16 Minuten ausgewechselt wurde, begann wieder. Für den 33-Jährigen war es das 430. Ligaspiel für die Münchner. Er ist damit nun vor Kahn und hinter Sepp Maier (473) die Nummer zwei im Bayern-Ranking.

Und der eifrige Müller war es auch, der in der 5. Minute die erste dicke Chance hatte - im Münchner Schneetreiben aber vergab. Trotz zunächst widriger Bedingungen waren die engagierten Bayern von Beginn an hellwach und drückend überlegen.

Vor dem Union-Tor spielten sich teils turbulente Szenen ab, doch erst nach einer halben Stunde belohnten sich die Münchner nach Flanke von Coman und Kopfball von Choupo-Moting. Der Bayern-Express kam nun ins Rollen. Von den Berlinern war abgesehen von einer Chance durch Aissa Laidouni (37.) nichts zu sehen.

Die Bayern hielten den Druck auch nach der Pause aufrecht. Alphonso Davies scheiterte freistehend an Gäste-Torhüter Frederik Rönnow (48.), Müller traf den Pfosten (62.). In der 65. Minute jubelten die Zuschauer über die Einwechslung Manes. Der Topstar hatte sich Mitte November einen Sehnenriss am rechten Wadenbeinköpfchen zugezogen und nach der folgenden Operation die WM mit Senegal verpasst.

Mane legte Müller auch gleich eine Topchance auf, doch Rönnow reagierte stark (71.), auch Davies scheiterte erneut (86.). Bei den Gästen sorgte einzig Sheraldo Becker (58.) nach der Pause für Torgefahr.

V.Allen--TNT

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