The National Times - Welz über Gespräch mit Nagelsmann: "Keine Beleidigungen"

Welz über Gespräch mit Nagelsmann: "Keine Beleidigungen"


Welz über Gespräch mit Nagelsmann: "Keine Beleidigungen"
Welz über Gespräch mit Nagelsmann: "Keine Beleidigungen" / Foto: © FIRO/SID

Das Kabinengespräch zwischen Julian Nagelsmann und dem Schiedsrichtergespann um Tobias Welz nach der Niederlage von Bayern München in Mönchengladbach ist offenbar respektvoll verlaufen. "Wir haben auf Augenhöhe eine Diskussion geführt. Es war emotional, aber es wurden keine Beleidigungen ausgesprochen", sagte Welz am Sonntag im Sport-1-Doppelpass in einer Live-Schalte.

Textgröße ändern:

Die wütenden Aussprüche Nagelsmanns im Kabinengang, die mutmaßlich gegen die Unparteiischen gerichtet waren, "haben wir nicht mitbekommen", schilderte Welz und äußerte weiter: "Wenn mich niemand direkt anspricht, fühle ich mich auch nicht angesprochen."

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nahm dennoch Ermittlungen gegen Nagelsmann auf. Das teilte der DFB auf SID-Anfrage mit. Der Coach werde Anfang der kommenden Woche zu einer Stellungnahme vonseiten des Kontrollausschusses aufgefordert. Ihm droht eine Bestrafung durch das DFB-Sportgericht.

Nagelsmann hatte nach dem 2:3 des Rekordmeisters bei Borussia Mönchengladbach in den Stadiongängen laut gewettert und anschließend auch vor mehreren TV-Mikrofonen den Platzverweis kritisiert, den die Schiedsrichter bereits in der 8. Spielminute gegen Dayot Upamecano ausgesprochen hatten.

Nagelsmann stieß vor allem auf, dass Welz nach Überprüfung und Bestätigung seiner Entscheidung durch den Videoassistenten auf ein eigenes Studium der TV-Bilder verzichtete.

"So habe ich es auf dem Platz wahrgenommen und deswegen auch so entschieden", betonte der 45-Jährige im Doppelpass: "Die Bilder hätten mir keine neuen Aufschlüsse gegeben. Natürlich ist das eine ganz enge Entscheidung. Es gibt für beide Seiten Argumente. Aber der Stürmer möchte das Tor erzielen und kann alleine abschließen. Warum soll er sich hinwerfen?" Weiter meinte er: "Die Fans wollen Schiedsrichter, die auf dem Platz entscheiden. Das habe ich getan."

Nagelsmann hatte am Samstagabend über die Sozialen Medien um Entschuldigung gebeten: "Ich muss mich für die Wortwahl gegenüber dem Team rund um Tobias Welz entschuldigen. Da bin ich leider eindeutig zu weit gegangen."

T.Bailey--TNT

Empfohlen

Medwedew schießt Fan ab: Djokovic nach Eklat im Finale

Novak Djokovic hat nach einer Disqualifikation von Gegner Daniil Medwedew seine beeindruckende Siegesserie beim ATP-Turnier in Peking fortgesetzt. Djokovic lag im zweiten Satz mit 7:5, 5:3 in Führung und bereits klar auf Finalkurs, als Medwedew für einen Eklat sorgte. Der Russe schlug frustriert einen Ball in Richtung des Publikums, traf damit einen Zuschauer im Gesicht und wurde schließlich disqualifiziert.

Trotz Leistungseinbruch: Alcaraz beendet Final-Durststrecke

Trotz eines heftigen Leistungseinbruchs hat Tennisstar Carlos Alcaraz seine Durststrecke beendet und das erste Finale auf der ATP-Tour seit knapp einem halben Jahr erreicht. Der im Frühling und Sommer unter gesundheitlichen Problemen leidende 23-Jährige setzte sich im Duell mit seinem spanischen Landsmann Jaume Munar beim Hartplatzturnier in Tokio im Halbfinale mit 5:7, 6:3, 6:1 durch. Der siebenmalige Grand-Slam-Champion kämpfte sich dabei von einem Einbruch zum Ende des ersten Satzes zurück.

Außenbandriss: Gwinn fällt mehrere Wochen aus

Fußball-Nationalspielerin Giulia Gwinn muss wegen einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen pausieren. Die Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft hat laut FC Bayern einen Außenbandriss im linken Knöchel erlitten, wie der Double-Gewinner am Montag mitteilte.

Nach Dämpfer: Zverev fehlen weiter über 1000 Punkte auf Sinner

US-Open-Sieger Alexander Zverev hat auf der Jagd nach dem ersten Platz in der Tennis-Weltrangliste einen Dämpfer kassiert, die Erfüllung seines Traums aber noch immer vor Augen. In der aktuellen Weltrangliste vom Montag kommt Zverev auf 9720 Punkte - von Jannik Sinner (11.000 Punkte) trennen ihn damit noch 1280 Zähler. Durch das Viertelfinalaus gegen Novak Djokovic in Peking verpasste es Zverev, sich noch näher an den italienischen Branchenführer heranzupirschen.

Textgröße ändern: