The National Times - Russische Teilnahme an den Asienspiele möglich

Russische Teilnahme an den Asienspiele möglich


Russische Teilnahme an den Asienspiele möglich
Russische Teilnahme an den Asienspiele möglich / Foto: © SID

Die Rückkehr der russischen und belarussischen Sportler in den Weltsport wird konkreter - und wie geplant dürfte sie in Asien stattfinden. Am Tag nach der nächsten IOC-Ankündigung, den Bann zu lockern, sprach sich auch die Vereinigung der Nationalen Olympischen Komitees aus Asien für die Wiedereingliederung der sanktionierten Sportlerinnen und Sportler aus.

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"Alle Athleten, unabhängig von ihrer Nationalität oder ihrem Pass, sollten an Sportwettkämpfen teilnehmen können", hieß es in einer Stellungnahme der OCA. Damit könnten die durch den Angriffskrieg auf die Ukraine ausgeschlossenen Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus bei den Asienspielen im Herbst (23. September bis 8. Oktober) an den Start gehen.

Am Mittwoch hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Tür für die Rückkehr weiter geöffnet und nach einer Sitzung der Exekutive von einer "überwiegenden Mehrheit" für die Zulassung unter "strengen Bedingungen" gesprochen.

Hierunter fielen der Start als neutrale Athletinnen und Athleten ohne Flagge, Hymnen und Farben sowie ein "klares Bekenntnis" zur Olympischen Charta. Demnach dürften "nur diejenigen teilnehmen, die nicht gegen die Friedensmission des IOC verstoßen haben, indem sie den Krieg in der Ukraine aktiv unterstützt haben". Regierungs- oder Staatsbeamte beider Länder sollten keine Einladung oder Akkreditierung erhalten.

IOC-Präsident Thomas Bach sucht seit Herbst auch öffentlich nach einer Möglichkeit, Athleten aus Russland und Belarus mit Blick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris die Teilnahme an internationalen Wettbewerben zu ermöglichen. Die NOK's aus Asien hatten bereits im Dezember ihre Unterstützung angeboten, auch das US-Komitee steht Bachs Plänen offen gegenüber.

Widerstand gegen die Lockerung der Sanktionen, die das IOC nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine den internationalen Verbänden empfohlen hatte, gibt es von europäischen NOK's vor allem aus Skandinavien und dem Baltikum.

Der Deutsche Olympische Sportbund hatte die Wiedereingliederung noch Ende 2022 als "nicht vorstellbar" bezeichnet, zuletzt allerdings von einem "Dilemma" gesprochen, in dem sich der Weltsport befinde. "Wir argumentieren, dass man sich irgendwann wieder im friedlichen Wettbewerb treffen muss, da es in der Natur des Sports liegt zu vereinen, nicht zu spalten", teilte der DOSB dem Wall Street Journal mit.

Der ukrainische Staatspräsident Selenskyj hatte im Dezember in einem Austausch mit Bach sowie am Dienstag im Gespräch mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron energisch den Ausschluss russischer Sportler von den Sommerspielen 2024 gefordert. Auch Interessensvertretungen wie Ukrainian Athletes, Global Athlete und Athleten Deutschland kritisieren die Bemühungen des IOC.

C.Stevenson--TNT

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